Schokofondue to go

Wenn ich als Kind über die Kirmes ging, holte ich mir jedesmal einen Apfel mit Schokoglasur. Genau, die sauren Granny Smith am Stiel, die umhüllt waren von einer dicken Schicht Vollmilchschokolade. Und auch wenn in Hamburg gefühlt immer Dom ist und ich theoretisch jetzt jederzeit schnell an Schokoäpfel kommen könnte, hat meine Leidenschaft etwas nachgelassen, denn: Die Äpfel sind ziemlich mächtig und die Schokolade ist nicht besonders gut.

Umso erfreuter war ich, als ich neulich auf Stephanies Schokowelt stieß und Apfelchips entdeckte: Bio-Apfelchips vom Bodensee, überzogen mit Bio-Vollmilch-Kuvertüre aus Belgien. Und, fast noch besser, Apfelstückchen mit weißer Schokolade, Vollmich und Zartbitter.

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Das schmeckt sogar noch besser, als es klingt – wie Schokofondue to go sozusagen. Vor allem die Zartbitter-Variante hat es mir angetan; damit kann ich nur schwer nach ein paar Stückchen wieder aufhören. Aber wie sagt man ja: An apple a day keeps the doctor away. Und wo doch jetzt der Herbst im Anmarsch ist, braucht man schließlich genug Vitamine!

Stephanies Schokowelt ist übrigens auch auf Facebook.

Nachhaltigkeit fängt bei uns selbst an

Ich arbeite seit sechs Jahren Vollzeit im NGO-Bereich. Inklusive Überstunden, Wochenend-Bereitschaft und Dienstreisen. Wie schafft man es, in einem Job abzuschalten, der auch Lebensinhalt ist?

Das Klischee, nach dem Arbeiten in sozialen Organisationen heißt, im Wollpullover zur Arbeit zu kommen und sein Hobby zum Beruf zu machen, in dem man hauptberuflich demonstriert und ansonsten mit dem Stress der Wirtschaft wenig zu tun hat, begegnet mir immer noch. Doch durch die zunehmende Professionalisierung von Nichtregierungsorganisationen agieren diese eher wie Unternehmen.

„Wer sich bei einer NGO bewirbt, der weiß, was auf ihn zukommt. Die Grenzen der Selbstausbeutung bestimmt man immer selbst“, sagt ein Interviewteilnehmer einer Studie* über Umwelt-NGOs. Klingt einfach, ist es aber nicht. Der Einsatz für „das Gute“ motiviert natürlich einerseits enorm – andererseits kann die emotionale Betroffenheit, die mit solchen Jobs oft einhergeht, dazu führen, dass die nötige professionelle Distanz fehlt. „Menschen treten vor allem aus innerer Überzeugung in diese Branchen“, so Sharon Oster, Professorin für Management und Unternehmensführung in Yale. Motivierte, idealistische und engagierte Menschen gelten als besonders Burn-out gefährdet.

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Dazu kommt: Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt führt zur Dauererreichbarkeit. Keine neue Erkenntnis; diese Probleme wurden vielfach diskutiert und viele Firmen reagieren darauf, etwa, indem sie Mitarbeiter*innen verbieten, Mails nach Feierabend zu lesen. Umwelt- oder Naturkatastrophen kennen aber kein Wochenende und keinen Feiertag, Kampagnen keine 40-Stunden-Woche und Social Media keinen Feierabend um 17 Uhr.

Wie geht man mit dieser Entgrenzung der Arbeit und schafft es, den Akku wieder aufzuladen?

Klar: Jeder Mensch ist anders und geht auch anders mit Stress um. Ein paar dieser Tipps können aber helfen, den Kopf frei zu bekommen und so wieder neue Energie zu bekommen, um die Welt weiter zu retten:

1.    Freie Zeiten einplanen
Dieser Tipp steht aus gutem Grund ganz oben: Weil er am wichtigsten und am schwersten einzuhalten ist. Aber man braucht Zeiten, in denen klar ist: Jetzt habe ich frei – egal, was passiert. Das hilft schon während stressiger Zeiten im Vorfeld, weil man schon Licht am Ende des Tunnels sieht, wenn man weiß: Bald steht ein langes Wochenende ohne Diensthandy an. Und dann sollte man es auch wirklich durchziehen. Kein Mails-checken im Urlaub, keine Twitter-Mitteilungen überprüfen, kein Blick auf Facebook-Kommentare.

2.    Andere Hobbies suchen
Oft sehe ich spannende Vorträge, Artikel oder Dokumentationen zu Feminismus, Umwelt oder Nachhaltigkeit. Zusätzlich zur Arbeit und gerade in Kampagnenhochphasen tut es aber auch extrem gut, einfach eine banale Zeitschrift zu lesen oder Serien zu gucken. Etwas, das thematisch nichts mit der Arbeit zu tun hat. Ein Hoch auf House of Cards und Gilmore Girls!

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3.    Drüber lachen
Ein Punkt, für den man vor allem eins braucht: Ein gutes Team. Manche Arbeitssituationen sind so stressig, blöd und frustrierend, dass es nur noch eine Möglichkeit gibt: Zusammen mit den Kollegen zynisch sein, lachen und das Ganze nicht mehr ernst nehmen. Oft ist es am Ende dann doch „nur ein Job“.

4.    Den oder die richtigen Vorgesetzten haben
Der Lohn ist gerade bei NGOs kein Antrieb. Anerkennung aber schon. Klar, seine*n Vorgesetzten kann man sich meist nicht aussuchen. Wenn man aber (wie ich) Glück hat und drauf zählen kann, dass die Teamleitung oder Abteilungsleitung uneingeschränkt hinter einem steht und einem auch Auszeiten zugesteht, nimmt das viel von dem Druck, den man sich selber macht.

5.    Sachen sein lassen
Wohl jede*r hat das Idealbild, was man alles machen kann, alles machen sollte und natürlich auch den Anspruch, wie perfekt alles gemacht wird. Manchmal muss man seine Erwartungen aber auch ändern. Man kann sich nicht um alles in der Welt kümmern. Man kann auch mal Sachen nicht machen – und dafür andere mit Ruhe und Sorgfalt.

*Lesetipp: Köster, Viola: „Umwelt-NGOs. Über die Wirkungen und Nebenwirkungen ihrer Professionalisierung“, Berlin 2012

Modelabel und Atelier „Queen & Princess“

Ein Gastbeitrag von Sonia Shoukry

Jessica Reyes-Rodriguez ist Modedesignerin. Früher hat sie für Labels gearbeitet, die man in jeder Ladenkette in jeder Innenstadt findet. Zu ihrem Job gehörte es auch die Produktionsstätten im Ausland zu besuchen. Was sie dort allerdings zu sehen bekam, gefiel ihr ganz und gar nicht. Kinderarbeit, Textilien, die mit Pestiziden behandelt werden und natürlich ein enormer Wasserverbrauch. „Das muss doch anders gehen“, war ihr Gedanke dazu. Kurzerhand machte sie sich mit „Queen & Princess“ in Emsdetten selbstständig und siehe da: Es ging anders!

Wir diskutieren hier über Glyphosat, über karzinogene Stoffe, nehmen es aber in Kauf, dass in Indien und anderen Ländern, Menschen krank werden, weil sie eben krebserregende Pestizide für unsere Baumwolle benutzen. Wir haben hier ein Verbot von Kinderarbeit, nehmen es aber billigend in Kauf, dass im Ausland Kinder für unsere Mode arbeiten. Das ist ein bisschen schizophren.

Für ihr Label verwendet Jessica Reyes-Rodriguez ausschließlich Biobaumwolle mit dem Gütesiegel „GOTS“ (Global Organic Textile Standard). Bei diesen Textilien lässt sich per Zertifikat von der Saat bis zur fertigen Stoffrolle genau verfolgen, wer wann wie an der Produktion beteiligt war.

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Bild: Queens & Princess

Zu guter Letzt werden die Einkäufe dann zu einer Queen & Princess Kollektion verarbeitet. Dazu gehören Kleider, Blusen, Röcke etc. Und die sehen, im Gegensatz zur gängigen Meinung über Öko-Fashion, so gar nicht aus, wie ein Kartoffelsack, sondern eher klassisch und elegant.

Bei der fertigen Kollektion fängt der Spaß bei Queen and Princess allerdings erst so richtig an. Denn die Designerin setzt ihre Mode auch noch gekonnt in Szene, bei ihren Tea & Fashion Partys. Während Modelle die Stücke präsentieren, wird dazu Tee und selbstgemachtes Gebäck gereicht – natürlich Bio und sogar auf die Kollektion abgestimmt. Bei einem roten Kleid gibt es zum Beispiel einen roten Früchtetee. Dazu wird mit viel Charme über Nachhaltigkeit, die Modebranche und Modetricks informiert.

Natürlich kostet eine Bluse aus der Queen & Princess Kollektion mehr, als eine Bluse bei C&A. Aber mit diesem Aufpreis wird ein nachhaltiger Anbau der Baumwolle unterstützt, eine CO2-arme Produktion und  die Arbeit einer professionellen Designerin, statt eines Kinderarbeit. Und wir bestimmen mit unserem Portmonee ja immerhin wo die Reise in Zukunft hingeht!

10 Gründe, warum du einen Wettkampf laufen solltest

Gerade habe ich die Startunterlagen für den Halbmarathon am kommenden Sonntag abgeholt. Wenn ich erzähle, dass ich 21 oder 42 Kilometer am Stück laufen will, während andere gemütlich beim Brunch sitzen oder den Vormittag verkatert mit Netflix im Bett liegen (beides Dinge, die mir im Übrigen auch sehr gefallen), dann ernte ich meist etwas zwischen Verwunderung und Entsetzen. Warum ich mir das antue, werde ich gefragt, ob das nicht ungesund sei und dass ich mich doch lieber einfach aufs Sofa legen solle.

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Das Training am frühen Morgen wird mit diesem Blick belohnt.

Auch Lydia Krüger hat vor ein paar Tagen einen Artikel bei Edition F veröffentlicht, in dem sie sich fragt, warum sich so viele Menschen bei Wettkämpfen quälen. Sie spricht von „Leistungszwang und Selbstkasteiung“ sowie „wenig Spaß und Krampf“. Klar, es gibt die absolut nerdigen Fitnessfreaks, die von Wettkampf zu Wettkampf leben, sämtliche Körperfunktionen tracken, Kohlenhydrate grammgenau abwiegen, auf Schokolade und Alkohol verzichten und beim Thema Selbstoptimierung wenig Spaß verstehen. Das ist nicht meine Welt – das Laufen und gelegentliche Wettkämpfe aber sehr wohl. Warum? Weil das Laufen auch eine andere Sicht auf viele andere Lebensbereiche eröffnet und weil gerade Wettkämpfe sich doch von dem Freizeitjoggen unterscheiden. Dabei geht es nicht um neue Bestzeiten oder einen strafferen Hintern, sondern um diese Dinge:

  1. Genieße die Vorfreude
    Auch den kurzen Läufen geht meist wochenlanges Training voraus. In den letzten Tagen vor dem Lauf steigt die Vorfreude deswegen nicht nur auf den Laufevent an sich, sondern auch auf die entspannte Zeit danach, in der du einfach nur zum Spaß läufst – das gibt es nämlich tatsächlich auch.
  2. Erkunde neue Strecken
    Meist läufst du die immer gleiche Strecke. Durch Laufevents lernt man neue Städte quasi nebenbei kennen. Die Strecken führen entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten und wenn du nicht in deiner Heimatstadt läufst, kannst du es gleich mit einem Urlaub verbinden.
  3. Du bist nicht allein
    Ich laufe generell sehr gern allein, um abschalten zu können. Bei Laufevents ist aber gerade die Masse an Mitläuferinnen und Mitläufern das, was das Durchhalten leichter macht. Sie haben den gleichen verdammt langen Weg vor sich und sie feuern dich an, wenn du aufgeben willst.
  4. Du lernst, deine Kräfte einzuteilen
    21 oder 42 Kilometer kann man nur schaffen, wenn man nicht gleich zu Anfang losrennt, sondern ein Tempo findet, das man die gesamte Zeit konstant halten kann. In stressigen Phasen hilft mir das oft, nicht panisch mit 150 Prozent Kraft loszulegen und in der Mitte zusammenzubrechen, sondern lieber bedächtiger und dafür mit Ausdauer zu handeln.
  5. Dir ist dein Aussehen egal
    Egal ob Regen oder Sonne: Eitelkeit ist fehl am Platz und es ist zumindest mir völlig egal. Ich laufe immer ungeschminkt, die Haare sind verschwitzt oder zerzaust oder beides. Und ja, man guckt angestrengt – dafür im Ziel aber sehr sehr glücklich.
  6. Allen anderen ist dein Aussehen egal
    Beim Laufen sind wir gleichberechtigt. Männer und Frauen zwängen sich in enge Synthetikkleidung, praktische bunte Schuhe und Kniestrümpfe. Männer mit langen Haaren tragen Haarbänder und kleben sich die Brustwarzen ab. Frauen tragen funktionale BHs ohne Rüschen oder Push-Up. Für ein paar Stunden sind Frauen befreit von unbequemen High Heels und „Lach doch mal, dann siehst du viel hübscher aus“-Sprüchen.
  7. Du kannst dir für dich passende Ziele setzen
    Es ist egal, ob es „nur“ 5 Kilometer sind oder gleich ein Marathon sein soll: Das Ziel an sich motiviert, regelmäßig zu laufen, auch wenn du gerade keine Lust hast oder es regnet. Und laufen kann jeder! Du kannst ganz klein anfangen, kurze Strecken wählen, Gehpausen einlegen und brauchst keine teure Ausrüstung.
  8. Irgendwann kommst du an
    Vom Laufen gelernt: Durchhalten ist viel einfacher, wenn du dir bewusst machst, dass du mit jedem Schritt der Ziellinie näher kommt. Auch das ist nicht nur beim Laufen so, sondern bei stressigen Bürotagen, Jobsuche, nerviger Grippe, Stau, Verspätungen: Am Ende wird alles gut.
  9. Enjoy the little things
    Am Ende eines langen Laufes sind es die kleinen Dinge, die glücklich machen: Ein kaltes Getränk, eine Banane, eine Dusche und frische Kleidung.
  10. Du bist stolz auf dich
    Klar, es ist anstrengend. Umso mehr kannst du stolz auf dich sein, wenn du es ins Ziel geschafft hast und die Medaille um deinen Hals gehängt wird. Das Leben wäre fad ohne Herausforderungen!

Q chocolate: Fast zu schön zum Essen

Ich weiß, es ist sehr ruhig hier geworden. Der Grund: Ich hadere gerade mit der Idee eines Blog. Lohnt sich der Aufwand überhaupt noch? Reicht nicht mein Account auf instagram? Erreiche ich nicht bei Twitter eh viel mehr Menschen? Aber dann bekomme ich wunderbare Schokolade aus fernen Ländern geschenkt, weil meine Freunde wissen, dass ich Schokolade liebe und Blogfutter brauche.

Passend zu meinem Umzug/Einzug/Zimmertauschaktion, bei der sich wochenlang die Kartons stapelten, kam Nervennahrung gerade recht. Und jetzt, wo alles seinen Platz gefunden hat, passt die Schokolade optisch so gut, dass ich sie kaum essen mag.ClIdLl0UYAAn7Bl

Ausgepackt macht die Q chocolate aber auch einen guten Eindruck und die kleine Portion von 50 Gramm hält dank des hohen Kakaoanteils von 80 Prozent sogar recht lang – eher was zum Genießen mit einem Glas Rotwein statt zum Nebenhersnacken halt.

Offiziell hat die Schokolade leider weder Bio- noch Fairtrade-Siegel, aber der Kakao wird auf einer einzigen Farm in Brasilien angebaut. So werden keine Zwischenhändler eingeschaltet und der Preis für den Kakao ist trotzdem fair. Viele Kakaobauern können sich die Bio-Zertifizierung ihrer Produkte übrigens auch gar nicht leisten – die Pestizide aber auch nicht. Oft ist Schokolade also ohnehin frei von Schadstoffen, auch wenn sie kein Bio-Siegel trägt.

Was die Schokolade von Q aber wirklich besonders macht: Sie besteht nur aus drei Zutaten! Es gibt keinen zugesetzten Zucker, kein Palmöl, kein Magermilchpulver oder Vanillearoma, das die Schokolade nicht besser, sondern einfach nur billiger in der Herstellung macht. Pures Glück also!

The Q collection invites you to experience the beauty of the original cocoa with their range of chocolates made with only three ingredients: cocoa liquor, cocoa butter and sugar. There are six types of bars with different percentages of cocoa liquor all without any additives, colorings or flavorings. The range takes you on a journey from the smoothest to the most intense chocolate experience.

Auch wenn das Konzept nebenbei dem – mir absurd erscheinenden – Trend entgegenkommt, dass Essen vegan, glutenfrei, zuckerfrei, kohlenhydratarm und laktosefrei sein muss und den Körper und Geist optimieren soll: Bei Schokolade sollte nicht gepanscht werden. Du glaubst nie, was passiert, wenn du jeden Tag Schokolade ist!*

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*Du wirst weder schlanker, reicher, klüger, fitter, straffer noch sonst wie optimierter. Aber vielleicht macht es kurzzeitig ein bisschen glücklich.

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Bun bites Beef

Ach, Münster. Manchmal vermisse ich meine alte Heimat. Umso schöner ist es, wenn ich mal wieder dort zu Besuch bin. Nicht nur, um bei Grüne Wiese nach Neuheiten für meinen Kleiderschrank zu suchen oder eine Runde um den Aassee zu joggen – auch kulinarisch ist Münster durchaus einen Besuch wert. Und da ich auch immer gern etwas Neues probiere, folge ich dem Rat meiner Gastgeberin Sonia und besuchte mit ihr und ein paar Freunden das Bun bites Beef.

Optisch lehnt sich der Laden an den Fabrikflair-Trend an. Kennt man, macht aber nichts, denn gemütlich ist es trotzdem allemal. Wie es sich in einem Burgerladen gehört, bestellen wir alle Burger – von vegan bis Fleisch mit Bacon landen alle Varianten auf unserem Tisch. Dazu gibt’s Pommes in klassisch und als Süßkartoffel-Fritten mit diversen unwiderstehlich klingenden Dips wie Mojo de aguacate, Limetten-Majonaise und Alabama-Majonaise mit Curry-Ingwer.

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Was soll ich sagen? Sorry, Hipsterhochburgen wie Hamburg oder Berlin: Sowas Gutes habe ich noch nirgends gegessen. Und das trotz diverser Burger-Testessen. Warum? Nun, zunächst mal ist das Brötchen selbst gemacht, und damit steht und fällt für mich die Qualität eines Burgers. Der Belag drauf ist frisch, das Fleisch bio und es gibt fünf (!) vegetarische Burger, die allesamt kreativ sind: Ob Camembert, Romasalat, Sprossen, Preiselbeer-Chutney, Limetten-Mayonnaise oder Kichererbsenbratling, Ziegenkäse, Rucola, Zitronendressing oder Aubergine, Büffelmozzarella, Rucola, Parmesan, Balsamicodressing – die Entscheidung fällt schwer. Zusätzlich stehen noch drei vegane Sorten auf der Karte. Mein Favorit ist der mit Süßkartoffel-Paprika-Zucchini-Patty, Rucola, Himbeer-Balsamico-Dressing, eingelegten roten Zwiebeln, Tomaten und veganer Mayo. Die Pommes sind selbstgemacht, kross, heiß und viel. Es ist der Burger-Himmel.

Und zum vollständigen Glück gibt es zum Nachtisch Brownies, New York Cheesecake und Ben & Jerrys sowie für den Flüssigkeitshaushalt mein Lieblings(bio)bier Pinkus, leckeren Wein und sogar Gin Tonic. Love!

 

Dunkle Schokolade für die dunkle Jahreszeit

Vor Weihnachten ist vermutlich die einzige Zeit, in der sogar ich Schokolade ablehne. Es gibt einfach immer und überall welche! Aber hey, dazu kenne ich ja einen Schokojunkie, der meine Wochenration notfalls auch an einem Tag schafft: Matthias Flieder. Für meinen Blog hat er einen Gastbeitrag über die Schokoladenhersteller björnsted geschrieben, die sich selbst als „ökologisch-ästhetische Kunstform aus Schokolade“ bezeichnen. Stimmt das? Lest selbst:

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Der Winter bei uns ist leider nicht mehr das, was er einmal war. Es fehlt der Schnee, das Schlittenfahren und der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt bei offener Jacke und 12 Grad auch nicht so gut wie sonst.

Der perfekte Trost: Schokolade! Und kaum eine Schokolade passt so gut in die dunkle Jahreszeit wie dunkle Schokolade. Und weil der Körper viele Vitamine in der lichtarmen Zeit braucht, ist es noch besser, wenn etwas Orange* in der Schokolade mit drin ist 😉

Das wissen auch die Leute von björnsted und haben daher eine wirklich leckere Variante von dunkler Schokolade mit 70 Prozent Kakao-Anteil und Orangengeschmack kreiert. Sie ist vegan, hat eine wunderbare Konsistenz und knackt beim Reinbeißen ohne zu bröseln. Die herrlich frische, sanfte Note Orange macht diese Schokolade zu einer wahren Gaumenfreude.

Probiert habe ich außerdem die Vollmilch-Schokolade von björnsted. Obwohl Vollmilch-Schokolade per se nichts Besonderes ist und in der Regel immer schmeckt, gehört diese doch zu den besseren Sorten. Sie knackt beim Beißen und zergeht angenehm im Mund. Für eine Vollmilchschokolade mit 33 Prozent Kakao und einem hohen Anteil von Roh-Rohrzucker ist sie zwar süß, aber nicht zu süß.

Was nicht nur dem Gaumen, sondern auch dem Gewissen ein Genuss ist: Es handelt sich um Bio-Schokolade nach EU-Öko-Verordnung und die Feine Bitter Orange hat sogar das It’s One World-Siegel und verzichtet demnach auf Kinderarbeit. Wenn das nicht auch gut in die Winter- und Weihnachtszeit passt!

(*Tatsächlicher Bestandteil ist Orangenöl)