Q chocolate: Fast zu schön zum Essen

Ich weiß, es ist sehr ruhig hier geworden. Der Grund: Ich hadere gerade mit der Idee eines Blog. Lohnt sich der Aufwand überhaupt noch? Reicht nicht mein Account auf instagram? Erreiche ich nicht bei Twitter eh viel mehr Menschen? Aber dann bekomme ich wunderbare Schokolade aus fernen Ländern geschenkt, weil meine Freunde wissen, dass ich Schokolade liebe und Blogfutter brauche.

Passend zu meinem Umzug/Einzug/Zimmertauschaktion, bei der sich wochenlang die Kartons stapelten, kam Nervennahrung gerade recht. Und jetzt, wo alles seinen Platz gefunden hat, passt die Schokolade optisch so gut, dass ich sie kaum essen mag.ClIdLl0UYAAn7Bl

Ausgepackt macht die Q chocolate aber auch einen guten Eindruck und die kleine Portion von 50 Gramm hält dank des hohen Kakaoanteils von 80 Prozent sogar recht lang – eher was zum Genießen mit einem Glas Rotwein statt zum Nebenhersnacken halt.

Offiziell hat die Schokolade leider weder Bio- noch Fairtrade-Siegel, aber der Kakao wird auf einer einzigen Farm in Brasilien angebaut. So werden keine Zwischenhändler eingeschaltet und der Preis für den Kakao ist trotzdem fair. Viele Kakaobauern können sich die Bio-Zertifizierung ihrer Produkte übrigens auch gar nicht leisten – die Pestizide aber auch nicht. Oft ist Schokolade also ohnehin frei von Schadstoffen, auch wenn sie kein Bio-Siegel trägt.

Was die Schokolade von Q aber wirklich besonders macht: Sie besteht nur aus drei Zutaten! Es gibt keinen zugesetzten Zucker, kein Palmöl, kein Magermilchpulver oder Vanillearoma, das die Schokolade nicht besser, sondern einfach nur billiger in der Herstellung macht. Pures Glück also!

The Q collection invites you to experience the beauty of the original cocoa with their range of chocolates made with only three ingredients: cocoa liquor, cocoa butter and sugar. There are six types of bars with different percentages of cocoa liquor all without any additives, colorings or flavorings. The range takes you on a journey from the smoothest to the most intense chocolate experience.

Auch wenn das Konzept nebenbei dem – mir absurd erscheinenden – Trend entgegenkommt, dass Essen vegan, glutenfrei, zuckerfrei, kohlenhydratarm und laktosefrei sein muss und den Körper und Geist optimieren soll: Bei Schokolade sollte nicht gepanscht werden. Du glaubst nie, was passiert, wenn du jeden Tag Schokolade ist!*

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*Du wirst weder schlanker, reicher, klüger, fitter, straffer noch sonst wie optimierter. Aber vielleicht macht es kurzzeitig ein bisschen glücklich.

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Vegetarischer Burger im The Bird

Lange hat die Fresstestteam-Fraktion nichts von sich hören lassen. Wie das so ist mit über 30, kamen Umzüge, Jobwechsel, Reisen und Schwangerschaften dazwischen und so waren wir dieses Mal nur zu dritt in der ursprünglichen Besetzung. Aber wenn es um Fast Food geht, finden sich schnell neue Mitstreiter*innen: Zu zehnt zogen wir ins The Bird.

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Mit viel Glück und nur mit Reservierung  ergatterten wir einen der Tische – und auch das nur im Zeitfenster zwischen 18 und 20 Uhr. Aber hey: Angeblich soll es im The Bird einen der elf besten Burger der Stadt geben. Die beiden vegetarischen Burger stehen nicht im Online-Menu. Es gibt einen klassischen vegetarischen Burger, der aber um 18 Uhr bereits aus war, und einen mit einem Bohnen-Patty. Das machte die Auswahl leicht und wir mussten uns nur noch für den passenden Käse entscheiden: Emmentaler, Cheddar, was das Herz begehrt. Die beiden Quoten-Fleischesser unter uns hatten es bedeutend schwerer und hätten auch eins der fünf Steaks wählen können. Aber wer will schon Low Carb, wenn er oder sie auch Burger und Pommes haben kann? Also zehnmal Burger mit Pommes, bitte!

Qualität dauert und so passt der Begriff Fast Food eigentlich wenig. Aber die Bedienungen sind auf Zack und wir vergnügen uns die Zeit mit fabelhaftem Wein und Bier. Nach einer dreiviertel Stunde kommen dafür auch alle Burger zeitgleich und heiß auf den Tisch. Einige der Fleischburger werden mit BBQ-Soße, Guacamole oder Salsa Verde angeboten, aber der vegetarische Burger kommt plain. Das gibt bei einigen Testessern Punktabzug, aber Ketchup, Senf und Majo stehen zur Selbstbedienung auf dem Tisch und werden reichlich über alles gegossen.

Die Pommes! Ich habe auch Tage nach dem Besuch im Bird noch Träume, in denen diese unfassbar knusprigen Pommes vorkommen. Wahnsinn. Da geht der Burger fast unter, obwohl auch der wirklich gut ist. Das Brot ist selbstgemacht (für mich ausschlaggebend bei einem guten Burger!) und der Patty ist leicht scharf. Kleine Kritikpunkte gibts dafür, dass er wenig knusprig ist und durch das Bohnenmus etwas an Burrito erinnert. Schade, dass wir die zweite Variante (noch) nicht testen konnten. Aber bald, wir kommen sicher wieder. Denn nicht umsonst ist das Motto des The Bird: „Fat means flavor.“

Hier findet ihr The Bird auf Facebook und The Bird in real: 

Trommelstraße 4, St Pauli, 20359 Hamburg

Phone 040 7566 2333Email
thebirdinhamburgreservations@gmail.com

Zucchinisalat mit Mandelsoße

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Noch ein ganz schnelles Vor-dem-Festival-Wochenende-noch-mal-gesund-essen-Rezept mit einem Schnappschuss-Bild – es ist viel leckerer, als es aussieht und die Zubereitung dauert genau diesen Track lang:

Für zwei Portionen:

  • 1 große Zucchini
  • 10 Cherrytomaten, halbiert
  • 1 Paket Räuchertofu, in kleinen Stücken
  • 1 Handvoll Cranberries
  • 2 EL Mandelmus
  • etwas Wasser
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum

Die Zucchini mit dem Spiralschäler in Spaghetti schälen. Alle Zutaten bis auf das Mandelmus auf zwei Tellern anrichten. Das Mandelmus mit etwas Wasser aufkochen, bis eine Soße entstanden ist. Über den Salat geben – schon fertig!

Awwww: Liebster Blog Award

Bedankt, bedankt! Ich wurde von Erbsenprinzessal für den „Liebster Blog Award“ nominiert und freu mich sehr darüber!
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Was ist der “Liebster Blog Award”: 

Die Idee dahinter ist, neue Blogger_innen etwas bekannter zu machen und Blogs vorzustellen, die einem besonders gut gefallen.

Nach der Verleihung ist folgendes zu tun: 

  1. Schreibe einen Post mit diesem Award, füge das Award-Bild ein und verlinke die Person, die dir diesen Award verliehen hat.
  2. Beantworte die 11 Fragen.
  3. Denke dir weitere 11 Fragen aus.
  4. Nominiere 11 Blogger_innen (nach Möglichkeit sollten die Blogs nicht mehr als 200 Follower haben)
  5. Informiere die Blogger_innen über ihre Nominierung.

Die Fragen von Nicole und Isabella von Erbsenprinzessal:

1. Wen bekochst du besonders gerne?

Menschen, die mit Freude essen und offen für neue Gerichte, Zutaten und Zusammenstellungen sind.

2. Welche Restaurants in deiner Umgebung würdest du Besuchern empfehlen?

Das hängt immer von der Preiskategorie ab. In jedem Fall aber die Pizza bei Slim Jims, das libanesische L’Orient und die fantastischen Falafel bei Kimo.

3. Welches ist dein Lieblingsgericht?

Mein Müsli morgens. Darauf kann ich wirklich kaum mehr als zwei Tage am Stück verzichten.  Außerdem liebe ich gutes Baguette mit Dipps wie Hummus, Guacamole und gutem Käse.

4. Was findet man in deinem Kühlschrank /Vorratsschrank grundsätzlich nicht und warum?

Kein Fleisch natürlich, Milchprodukte auch nur in Form von Käse und ansonsten landen auch eher Obst und Gemüse darin, die gerade regional verfügbar sind.

5. Welche Blogs liest du selbst gerne?

Von Foodblogs mal abgesehen, denn dazu kommen wir ja noch: Kleinerdrei, Mit Vergnügen Hamburg und Grüne Mode.

6. Hast du ein Lieblingsback- oder Kochbuch? Welches?

Mein Lieblingsbackbuch ist Vegane Backträume, mein Lieblingskochbuch „Vegetarisch genießen“ von GU. Letzteres vor allem wegen der sehr kreativen Rezepte mit ungewöhnlichen Zusammenstellungen und der guten Mischung von einfachen und schnellen sowie eher beeindruckenden Gerichten, mit denen man Freunde bekochen kann.

7. Wie oft checkst du deine Blog-Statistik?

Meist einmal ein paar Tage nach Veröffentlichung eines neuen Beitrags. Das ist nicht so relevant für mich.

8. Wie ist der Name deines Blogs entstanden?

Lange Jahre hieß er ja Infarbeundbunt und hatte damals noch kein Konzept. Nachdem ich mich dann zunehmend auf Essen und im Laufe der zeit auch auf Nachhaltigkeit und das Laufen konzentriert habe, musste ein Name her, der offen genug für diese Themenvielfalt ist. Inspiriert wurde ich von dem  Lied „Neues Land“  vom MTV Unplugged Album der Fantastischen Vier. Die Textzeile „In der Bewegung liegt die Kraft“ hat mich beim Laufen oft schon motiviert und ist generell ein gutes Lebensmotto.

9. Worüber schreibst du am liebsten?

Puh, das kann ich gar nicht genau sagen. Die Vielfalt gefällt mir. Schön ist aber immer, wenn ich über ein neues Café oder Restaurant berichte, die Betreiber_innen sich freuen und den Beitrag dann auf Facebook teilen.

10. Beschreibe einen für dich perfekten Tag.

Der muss auf jeden Fall warm und mit Sonne sein! Und beginnt am besten mit einer Laufrunde, meinem Müsli und einem Besuch in meinem Lieblingsbuchladen Cohen & Dobernigg. Zur Stärkung das beste vegane Eis in Hamburg bei der Eisbande essen und dann ab in den Park mit Freunden – oder noch besser gleich ans Meer. Im Grunde kann dieser Tag variieren; solange Freunde, Sonne und gutes Essen dabei sind, bin ich glücklich.

11. Welcher deiner Beiträge hat die meisten Likes?

Mit wirklich enorm großem Abstand der Post „Vegan essen macht einsam – oder: Wie eine Reporterin Klischees als Journalismus verkauft“ – das war auch zugleich der Beginn meines Veganexperiments.

Blogs sind die besseren Kochbücher. Man muss nur auf die kleinen Schätze stoßen. Ich nominiere deswegen:

Und das sind die Fragen:

  1. Was war das erste Gericht, das du kochen konntest?
  2. Dein Lieblingsgetränk zum Essen?
  3. Du hast nur 5 Minuten Zeit zum Essen. Was gibt es?
  4. Muss sich dein Partner/deine Partnerin zwingend vegan/vegetarisch ernähren?
  5. Dein bestes Keks-Rezept?
  6. Wenn Geld keine Rolle spielt: Wo würdest du gern mal essen gehen?
  7. Welches Lebensmittel konsumierst du am meisten?
  8. Was ist dein Trostessen bei schlechter Laune?
  9. Gibt es Lebensmittel, die du früher nicht mochtest und nun lecker findest?
  10. Und umgekehrt: Was magst du nicht mehr?
  11. Was kochst du, wenn du jemanden beeindrucken willst?

Café Mimosa

Es gibt sie noch: Diese Orte, an denen die Bedienung zwischendrin vor die Tür geht, weil sie einer Frau mit Kinderwagen die Tische etwas zur Seite rückt, damit sie besser vorbei kommt. Das kleine und sehr gemütliche Café Mimosa liegt mitten in St. Pauli und ist einer davon. Und auch sonst sind sie nett und zügig: Kaum sitzen wir, werden wir schon nach unseren Wünschen gefragt.

Mein Blick schwankt zwischen Karte und Kuchenvitrine. Weil es heute zu kalt zum draußen sitzen ist, kommt der Sommer eben in Form von selbst gemachter Holunderblüten-Limonade, Hugo und Rhabarberbaiser-Torte auf den Tisch.

Limo-Time
Limo-Time

Während wir uns an der frisch gebackenen Torte einen Vitamin- (Rhabarber!) und Zuckerschub holen, werden zu den Nachbartischen ebenfalls sehr lecker aussehende warme Gerichte getragen: Pasta, Salate, Panini. Zwei Frühstücksvariationen sowie frische Brioche mit hausgemachter Marmelade oder Zitronensorbet gibt es ab 10 Uhr morgens. Alles wird zu sehr moderaten Preisen angeboten, zumal Biomilch, Eier von freilaufenden Hühnern und regionales Mehl verwendet wird. Für Veganer_innen steht Sojamilch bereit, die Säfte sind allesamt bio.

P.S.: Keinesfalls sollte man sich von der etwas altbacken wirkenden Website abschrecken lassen und für die aktuelle Karte eh lieber Facebook besuchen. Oder eben direkt einen Besuch abstatten: Das geht dienstags bis sonntags zwischen 10-19 Uhr.

Süß-Sauer: Rhabarberbaiser
Süß-Sauer: Rhabarberbaiser

Gesunde Snacks: Süß und Salzig

Neben meiner bekannten Vorliebe für Zucker in Form von Schokolade schaffe ich es hin und wieder, gesund zu snacken. Oft greife ich zu Nüssen (am liebsten Mandeln, Cashews, Pistazien), Knäckebrot mit Erdnssbutter oder Obst. Aber es gibt auch immer mehr fertige Snacks, die keine Zucker-, Salz- oder Fettbomben sind. Zwei davon stelle ich euch nun vor:

Chrppp...Knusper!
Chrppp…Knusper!

Eine meiner Neuentdeckungen: Knackige Wirsingchips von Heimatgut. Wirsingchips? Klingt erstmal ungewöhnlich. Aber durchaus klug, denn Wirsing ist nicht nur lecker, sondern auch reich an Vitaminen und Mineralien und dabei sehr kalorienarm. Bei Heimatgut wird nur Wirsing verarbeitet, der aus nachhaltigem Anbau kommt. Es gibt die Sorten Cheesy Paprika, Sour Cream & Onion und Italien Herb, die alle ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe auskommen. Am Marktstand gab es alle drei Sorten und ich musste natürlich alle probieren. Erstere Sorte habe ich gekauft, wobei Italien herb auch genau meinen Geschmack traf. Die Chips sind relativ teuer mit 3 Euro für 35 Gramm – aber dafür snackt man sie auch nicht so schnell weg.

Klebrig, aber lecker!
Klebrig, aber lecker!

Im Rahmen des Veganexperiments habe ich meine Liebe zu den Raw Bite Riegeln entdeckt. Kürzlich fielen mir die Riegel Raw Organic Food Bar Chocolate Coconut in die Hand – und auch diese machen schnell satt und helfen gegen die Lust auf Süßes, ohne gleich einen Zuckerschock zu verursachen. Drin sind nur Trockenfrüchte, Nüsse und etwas Schokolade. Die Organic Food Bars sind vegane Energieriegel, leicht verdaulich und liefern reichlich pflanzliches Protein. Perfekter Läufersnack also! Es wird kein raffinierter Zucker verwendet: Gesüßt wird durch den Einsatz von natürlichen Rohstoffen wie Agavensirup, Dattelpaste und Rosinen. Alle enthaltenen Rohstoffe sind biozertifiziert und kosher. Bei der Herstellung der Riegel werden die Zutaten nicht über Raumtemperatur erhitzt, so dass die Enzyme, Vitamine und Nährstoffe in den Riegeln erhalten bleiben. Besonders lecker ist die Kombination von dunkler Schokolade und Kokosnuss.

Risotto mit Champignons

Bei meinem Veganexperiment habe ich vor allem eins gemerkt: Ohne Käse geht es nicht. Hauptsächlich fehlten mir aber Weichkäse. Ich liebe Camembert, Ziegenfrischkäse, überbackenen Ziegenkäse, Roquefort, Gorgonzola, … Rotweinabende mit Käseplatte mit Baguette sind einfach nicht zu schlagen.

Beim klassischen Kochen und bei Hauptgerichten beim auswärts essen verzichte ich nach wie vor zum allergrößten Teil auf Milchprodukte. Bei diesem Rezept habe ich aber echten Parmesan verwendet, weil ich die veganen Alternativen persönlich nicht so lecker finde. Für die vegane Variante kann man aber den Parmesan weglassen, aus Hefeflocken herstellen oder fertigen veganen Parmesan kaufen. Also: Es gibt Reis, Baby!

Zutaten für zwei Portionen:

  • 200 Gramm Risottoreis
  • 250 Gramm Champignons
  • etwa 600 Milliliter Gemüsebrühe
  • 50 Milliliter trockener Weißwein
  • 20 Gramm Butter /Margarine (ich habe die vegane Alsan genommen)
  • eine Zwiebel
  • Petersilie
  • 50 Gramm Parmesan
  • Salz, Pfeffer
Wichtig: Ordentlich Käse!
Wichtig: Ordentlich Käse!

Zubereitung:

Die Zwiebel kleinschneiden und in der Butter anbraten. Den Reis dazu geben und einige Minuten unter Rühren mitbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und köcheln lassen, bis er fast weg ist. Dann nach und nach die Brühe hinzugeben und immer wieder Rühren. Bis der Reis fertig ist, dauert es 30-40 Minuten, je nach Reissorte. Zwischendurch die Champignons kleinschneiden und in einer Pfanne braten. Mit Petersilie betreuen. Wenn der Reis fertig ist, gehobelten Parmesan unterheben.