Ananda Chocolate: Schoki für ein gutes Gewissen

Fairtrade- und Bioschokolade gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Das vermindert beim Naschen bei vielen Menschen wohl schon einen kleinen Teil des schlechten Gewissens. Doch die Schokolade Ananda Chocolate ist so umfassend korrekt, dass sie eigentlich täglich gegessen werden müsste: Sie ist nicht nur vegan, sondern auch noch gesund. Nimm das, Ernährungspyramide!

Ananda Chocolate
Ananda Chocolate

Ananda bedeutet „Glückseligkeit“ oder „ewige Freude“ in den alten indischen Sprachen Sanskrit und Pali. Es stimmt: Schokolade macht glücklich. Warum? Hauptsächlich wegen des enthaltenen Serotonin und Dopamin. Und natürlich, weil sie lecker ist. Reiner Kakao ist auch nicht ungesund: Natürliche Kakaopulver hat zwar einen hohen Fettanteil, enthält aber nur rund ein Prozent Zucker. Zu den im Kakao vorhandenen Mineralstoffen gehören unter anderem Kalium und Magnesium. Darüber hinaus enthält Kakao auch wichtige Ballaststoffe und Vitamin E. Die Schokolade Ananda hat einen Kakaoanteil von 70 Prozent – solche Sorten senken den Blutdruck und enthalten darüber hinaus auch besonders viele Antioxidantien, die im Körper als Radikalfänger dienen. Die im Kakao enthaltenen Stoffe Theobromin und Theophyllin wirken sich außerdem stimulierend auf den Kreislauf und das zentrale Nervensystem aus.

Genug der Theorie und zurück zur Ananda Chocolate.  Es gibt sie in sieben verschiedenen Geschmacksrichtungen – allesamt bio und vegan: Pur, mit getrockneter Banane, mit Kaffeebohnen, mit Bananenpüree als Zuckerersatz, mit Minze, mit Physalis und mit Chiasamen.

Klingt soweit schon mal sehr kreativ und führt kurz zurück zur Theorie. Denn auch diese Inhaltsstoffe sind gesund. Allen voran die als „Superfood“ gehypten Chiasamen. Diese waren ein Grundnahrungsmittel der alten Maya und glänzen durch eine perfekte Kombination von Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Da sind die guten Vorsätze für 2014 nicht in Gefahr.

Ananda verzichtet darüber hinaus auf Gentechnik, Transfette, Milchprodukte oder andere tierische Produkte, künstliche Aromen, Konservierungsstoffe und Lebensmittelzusatzstoffe –  und sogar auf eine Kalorienangabe. Schön und gut, aber schmeckt das auch? Jaaaaaaaa, da liegt etwas die Crux an der Geschichte. Man muss schon Bitterschokolade mögen und ein zartschmelzender Traum ist sie nicht. Aber sie hilft bei einem Schokojieper. Und einem Fressflash beugt auch vor, dass die 50-Gramm-Tafeln 2,80 Euro kosten. Insgesamt wird sie rein geschmacklich nicht zu meinem Favoriten werden – aber mich überzeugt das Gesamtkonzept.

Die Schokolade wird aus sortenreinem Arriba Kakao gewonnen. Der Edelkakao wächst auf kleinen Plantagen in Ecuador und wird von Hand geerntet. Sie hat kein Fairtrade-Label, aber nach Aussage der Webseite werden die Bauern fair bezahlt und auch durch die weitere Verarbeitung werden inländische Genossenschaften und Betriebe gestärkt.

Bei der Verpackung wurde darauf geachtet, dass alles – inklusive der Folie – biologisch abbaubar ist. Die Schokolade ist sehr außergewöhlich und so schön verpackt, dass sie ein perfektes Mitbringsel ist. Wer keinen Bioladen in der Nähe hat, kann sie auch online kaufen.

Veganexperiment: Interview in den Greenpeace Nachrichten

Bildschirmfoto 2013-11-24 um 13.03.43Mein Veganexperiment schlug höhere Wellen, als ich das vorher vermutet habe. Viele meiner Freunde wurden von den der Idee, zumindest eine Zeitlang auf alle tierischen Produkte zu verzichten, inspiriert und versuchen es nun auch. Ich lernte über das Experiment – bzw. über die Kommunikation darüber im Blog, auf Twitter und Facebook – viele neue Leute kennen. Einer davon ist Thomas Weber, Herausgeber des österreichischen Magazins Biorama, der ebenfalls einen Monat lang vegan gelebt und darüber gebloggt hat. Viele gute Tipps und Rezepte bekam ich auch von meiner Friseurin Sam, die unter Awesam Vegan bloggt, wenn sie nicht gerade mal wieder durch die Welt tingelt.

Und schließlich wurden sogar die Greenpeace Nachrichten auf den Selbstversuch aufmerksam – und fragten nach einem Interview. Anfang des Monats erschien es in der gedruckten Ausgabe und seit gestern ist es auch online zu lesen.

Das Interview könnt ihr hier auf Seite 41 lesen.

Veganexperiment: Noch wenige Tage…

Nie wieder Häagen Dazs?!

Über drei Wochen bin ich nun schon bei meinem Veganexperiment und es fällt mir weitaus leichter, als ich dachte. Nach der unbedacht gegessenen Eiernudel habe ich jedoch noch einmal unvegan gegessen: Party am Samstag, ich ziemlich betrunken und sehr hungrig am Buffet. Baguette und reihenweise Dipps – alle mit Käse, Quark oder Joghurt. Dann der Lichtblick: Dattelcreme! In diesem Moment wollte ich einfach nicht mehr fragen, ob diese nicht doch mit Käse oder irgendetwas anderem gemischt wurde, dippte recht großzügig mein Baguette und hatte gerade einmal abgebissen, als ein Freund mich über den Käse in der Creme aufklärte und ich notgedrungen an Baguette an ihn abtrat. Unbeobachtet hätte ich in diesem Moment zum ersten Mal in diesen veganen Wochen wohl einfach weitergegessen – das ist mir bei Fleisch nie passiert und wird es auch nicht. Außerdem verzichte ich nicht auf Weißwein. Wein muss im Allgemeinen gefiltert und geklärt werden. Dazu werden häufig Eiklar, Gelatine oder Hausenblase (vom Fisch) verwendet. Da das „nur“ für die Herstellung nötig und im Wein selbst nicht vorhanden ist, kann ich mich in dieser Hinsicht erfolgreich selbst belügen.

Langsam stelle ich mir die Frage, wie es nach dem Experiment weitergeht. Bisher fand ich es zum allergrößten Teil nicht schwierig – wohl aber auch, weil ein Ende absehbar ist. Die Ernährung zuhause ist gar kein Problem, sondern im Gegenteil noch vielfältiger als vorher. Unterwegs schlage ich mich mehr oder weniger gut durch, aber an Eiscreme gehe ich immer noch frustriert vom Verzicht ungetaner Dinge vorbei.
Dennoch: Ich werde so gut es geht dabei bleiben. Das heißt erstmal, weiterhin nichts unveganes zu kaufen. Wenn ich unterwegs oder bei Freunden eingeladen bin, gilt dann: avap – as vegan as possible. Ich bin einfach (immer noch) nicht bereit, auf Kosten der veganen Ernährung bei auswärtigem Essen – sofern nichts vorhanden ist – zu hungern oder auf Fast Food zurückzugreifen.
Das ist der Weg, mit dem ich jetzt leben kann – schauen wir, wohin er noch führt, vegetarisch bleibt er aber in jedem Fall.

Veganexperiment: "Milch-"Schokolade

Neben den klassischen Schokoladensorten, die ich hier bereits vorgestellt habe, gibt es auch einige Nachahmungen von Milchschokolade. Zwei davon habe ich getestet: Die Schakalode Original und die Vego mit ganzen Haselnüssen. Offenbar habe ich damit auch gleich das ganze Spektrum von grauenhaft bis fantastisch abgedeckt. Gut, beide basieren hauptsächlich auf Zucker – selbst für Schokolade find ich das nicht optimal. Aber wenn schon, dann gewinnt die Vego um Längen!
Die Schakalode (Zutaten: Zucker, Cacaobutter, Cacaomasse, Maltodextrin, Sojaprotein 3,7%, Salz, Vanillin, Emulgator (Sojalecithin), ohne Gluten.) schmeckt leider alt, hat keinen guten Schmelz und erinnert an billige Schokolade aus dem Adventskalender.
Die  Vego (Zutaten: Zucker, Ganze Haselnüsse (20%), Kakaomasse, Haselnusspaste, Kakaobutter, Emulgator: Sojalecithin, Vanilleextrakt) hingegen ist sehr lecker, hat einen tollen Schmelz und schmeckt etwas nach Nougat. Die ganzen Nüsse sind super. Einziger Nachteil: Der 150-Gramm-Riegel lässt sich nur in fünf Stücke teilen, die dann ziemlich groß sind. Aber damit kann ich leben…

Rezept: Zimtreis mit Linsen

Vegan zu essen, bedeutet vor allem eine gute Vorbereitung. Für die Arbeit nehme ich mir daher meist etwas mit. Ein super Büro-Essen, das auch kalt gut schmeckt und schnell zubereitet ist: Zimtreis mit Linsen. Die Süße der Rosinen passt hervorragend zu den Linsen.

Zutaten für 2 Portionen: 

  • 200 Gramm Basmati-Wildreis
  • 150 Gramm rote Linsen
  • 100 Gramm Rosinen
  • Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Zimt

Reis nach Anleitung kochen. Linsen gut waschen und in  etwas Gemüsebrühe kochen, bis sie weich, aber nicht zerkocht sind. Reis, Linsen und Rosinen mischen, mit Salz, Pfeffer und Zimt abschmecken.
Lecker dazu ist (Soja-)Joghurt.

Veganz: Erster veganer Supermarkt in Hamburg

Müsliriegel ohne Ende…

Passend zu meinem Veganexperiment hat an diesem Wochenende der erste vegane Supermarkt in Hamburg seine Türen geöffnet: Veganz hat nun nach den bereits bestehenden beiden Filialen in Berlin und einer in Frankfurt auch in meiner Heimat ein veganes Paradies geschaffen.
Der Markt ist wirklich groß und es ist ein tolles Gefühl, einfach alles einpacken zu können, ohne erst mühsam die Zutatenliste zu lesen. Und dann wird auch erst wirklich klar, wie riesig die Auswahl an veganen Lebensmitteln wirklich ist: Regaleweise gibt es Schokolade, Pralinen, Müsliriegel, Gummibärchen, Aufstriche, Käse, Wurst, Tofu, Seitan, Müsli, Bohnen, Linsen, Getreide, Obst, Gemüse, Fleischersatz, Milchersatz – und alles in den verschiedensten Varianten. Vor allem die Menge an veganen Schokoladenprodukten hat selbst mich überfordert – und dann auch noch alles fair gehandelt und bio (wenn auch noch nicht immer zertifiziert).
Ein paar beeindruckende Zahlen: Es gibt 80 Käsealternativen (von Scheibenkäse über Frischkäse bis Mozzarella), 45 Milchersatzprodukte (Soja-, Reis-, Mandel- und Hafermilch von verschiedenen Anbietern, gemischte Sorten, mit und ohne Vanille oder Schokogeschmack, angereichert mit Calcium,….) und insgesamt 6000 Produkte aus 30 Ländern.

Nussmus in zahlreichen Varianten

Viele der Produkte kennt man natürlich auch aus dem Biomarkt oder aus dem normalen Supermarkt, aber im Veganz gibt es auch wirklich außergewöhnliche Produkte wie Tofu mit Algen, „Rindergeschnetzeltes“, vegane Tiefkühlpizza, eine große Auswahl an Eiscreme, veganes Tierfutter und vegane Kosmetik.
Im Eingangsbereich liegt das kleine Bistro Fairy Food und bietet neben kalten und warmen Snacks auch diverse Kuchen. Hungrig einkaufen gehen muss also niemand.
Im Veganz gibt es bald außerdem Sonntagsbrunche, Kochkurse und Filmabende.

Wer sich nun selbst überzeugen will: Der Veganz liegt in der Schützenstraße 21 (Altona).

Veganexperiment: Frühstück

Der Grund für mein Veganexperiment war vor allem Trotz gegen den unsäglichen Bericht in der Bild der Frau, in dem der Veganismus als furchtbare Selbstkasteiung dargestellt wurde. Hier habe ich darüber berichtet, wie von der Autorin unter anderem das Frühstück als trostlose Angelegenheit aus trockenem Brötchen und einem Salatblatt proklamiert wurde.
Nun ist es wohl an mir, den Gegenbeweis anzutreten. Ich bin ja selbst großer Müslifan, wie ich bereits öfter gebloggt habe. Einige meiner veganen Lieblingsrezepte habe ich auch schon gebloggt:

Wer es eher klassisch mit Brot und Brötchen mag: Natürlich kann man auch weiterhin Marmelade als Belag essen, außerdem gibt es unfassbar viele leckere vegane Aufstriche von Paprika-Chili bis Papaya – einfach mal bei Denns, Alnatura und Co. schauen. Online und im Biomarkt gibt es außerdem veganen Käse, vegane Wurst, veganen Schokoaufstrich. Ich wüsste nichts, was man nicht ersetzen könnte  – sogar Rezepte für Rührtofu als Ersatz für Rührei gibt es haufenweise.
Auch beim Frühstück im Café muss man auf nichts verzichten – wenn man weiß, wo man hingehen sollte. In Berlin liebe ich vor allem den fantastischen und komplett veganen Brunch im Viasko. Auch im Nest gibt es eine sehr große Auswahl für Veganer.
Natürlich gibt es auch in Hamburg viele Möglichkeiten, vegan zu frühstücken. Hamburgisstvegan hat einige davon gesammelt und einmal im Monat findet hier der vegane Frühstücksclub statt.