Schokofondue to go

Wenn ich als Kind über die Kirmes ging, holte ich mir jedesmal einen Apfel mit Schokoglasur. Genau, die sauren Granny Smith am Stiel, die umhüllt waren von einer dicken Schicht Vollmilchschokolade. Und auch wenn in Hamburg gefühlt immer Dom ist und ich theoretisch jetzt jederzeit schnell an Schokoäpfel kommen könnte, hat meine Leidenschaft etwas nachgelassen, denn: Die Äpfel sind ziemlich mächtig und die Schokolade ist nicht besonders gut.

Umso erfreuter war ich, als ich neulich auf Stephanies Schokowelt stieß und Apfelchips entdeckte: Bio-Apfelchips vom Bodensee, überzogen mit Bio-Vollmilch-Kuvertüre aus Belgien. Und, fast noch besser, Apfelstückchen mit weißer Schokolade, Vollmich und Zartbitter.

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Das schmeckt sogar noch besser, als es klingt – wie Schokofondue to go sozusagen. Vor allem die Zartbitter-Variante hat es mir angetan; damit kann ich nur schwer nach ein paar Stückchen wieder aufhören. Aber wie sagt man ja: An apple a day keeps the doctor away. Und wo doch jetzt der Herbst im Anmarsch ist, braucht man schließlich genug Vitamine!

Stephanies Schokowelt ist übrigens auch auf Facebook.

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Q chocolate: Fast zu schön zum Essen

Ich weiß, es ist sehr ruhig hier geworden. Der Grund: Ich hadere gerade mit der Idee eines Blog. Lohnt sich der Aufwand überhaupt noch? Reicht nicht mein Account auf instagram? Erreiche ich nicht bei Twitter eh viel mehr Menschen? Aber dann bekomme ich wunderbare Schokolade aus fernen Ländern geschenkt, weil meine Freunde wissen, dass ich Schokolade liebe und Blogfutter brauche.

Passend zu meinem Umzug/Einzug/Zimmertauschaktion, bei der sich wochenlang die Kartons stapelten, kam Nervennahrung gerade recht. Und jetzt, wo alles seinen Platz gefunden hat, passt die Schokolade optisch so gut, dass ich sie kaum essen mag.ClIdLl0UYAAn7Bl

Ausgepackt macht die Q chocolate aber auch einen guten Eindruck und die kleine Portion von 50 Gramm hält dank des hohen Kakaoanteils von 80 Prozent sogar recht lang – eher was zum Genießen mit einem Glas Rotwein statt zum Nebenhersnacken halt.

Offiziell hat die Schokolade leider weder Bio- noch Fairtrade-Siegel, aber der Kakao wird auf einer einzigen Farm in Brasilien angebaut. So werden keine Zwischenhändler eingeschaltet und der Preis für den Kakao ist trotzdem fair. Viele Kakaobauern können sich die Bio-Zertifizierung ihrer Produkte übrigens auch gar nicht leisten – die Pestizide aber auch nicht. Oft ist Schokolade also ohnehin frei von Schadstoffen, auch wenn sie kein Bio-Siegel trägt.

Was die Schokolade von Q aber wirklich besonders macht: Sie besteht nur aus drei Zutaten! Es gibt keinen zugesetzten Zucker, kein Palmöl, kein Magermilchpulver oder Vanillearoma, das die Schokolade nicht besser, sondern einfach nur billiger in der Herstellung macht. Pures Glück also!

The Q collection invites you to experience the beauty of the original cocoa with their range of chocolates made with only three ingredients: cocoa liquor, cocoa butter and sugar. There are six types of bars with different percentages of cocoa liquor all without any additives, colorings or flavorings. The range takes you on a journey from the smoothest to the most intense chocolate experience.

Auch wenn das Konzept nebenbei dem – mir absurd erscheinenden – Trend entgegenkommt, dass Essen vegan, glutenfrei, zuckerfrei, kohlenhydratarm und laktosefrei sein muss und den Körper und Geist optimieren soll: Bei Schokolade sollte nicht gepanscht werden. Du glaubst nie, was passiert, wenn du jeden Tag Schokolade ist!*

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*Du wirst weder schlanker, reicher, klüger, fitter, straffer noch sonst wie optimierter. Aber vielleicht macht es kurzzeitig ein bisschen glücklich.

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Dunkle Schokolade für die dunkle Jahreszeit

Vor Weihnachten ist vermutlich die einzige Zeit, in der sogar ich Schokolade ablehne. Es gibt einfach immer und überall welche! Aber hey, dazu kenne ich ja einen Schokojunkie, der meine Wochenration notfalls auch an einem Tag schafft: Matthias Flieder. Für meinen Blog hat er einen Gastbeitrag über die Schokoladenhersteller björnsted geschrieben, die sich selbst als „ökologisch-ästhetische Kunstform aus Schokolade“ bezeichnen. Stimmt das? Lest selbst:

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Der Winter bei uns ist leider nicht mehr das, was er einmal war. Es fehlt der Schnee, das Schlittenfahren und der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt bei offener Jacke und 12 Grad auch nicht so gut wie sonst.

Der perfekte Trost: Schokolade! Und kaum eine Schokolade passt so gut in die dunkle Jahreszeit wie dunkle Schokolade. Und weil der Körper viele Vitamine in der lichtarmen Zeit braucht, ist es noch besser, wenn etwas Orange* in der Schokolade mit drin ist 😉

Das wissen auch die Leute von björnsted und haben daher eine wirklich leckere Variante von dunkler Schokolade mit 70 Prozent Kakao-Anteil und Orangengeschmack kreiert. Sie ist vegan, hat eine wunderbare Konsistenz und knackt beim Reinbeißen ohne zu bröseln. Die herrlich frische, sanfte Note Orange macht diese Schokolade zu einer wahren Gaumenfreude.

Probiert habe ich außerdem die Vollmilch-Schokolade von björnsted. Obwohl Vollmilch-Schokolade per se nichts Besonderes ist und in der Regel immer schmeckt, gehört diese doch zu den besseren Sorten. Sie knackt beim Beißen und zergeht angenehm im Mund. Für eine Vollmilchschokolade mit 33 Prozent Kakao und einem hohen Anteil von Roh-Rohrzucker ist sie zwar süß, aber nicht zu süß.

Was nicht nur dem Gaumen, sondern auch dem Gewissen ein Genuss ist: Es handelt sich um Bio-Schokolade nach EU-Öko-Verordnung und die Feine Bitter Orange hat sogar das It’s One World-Siegel und verzichtet demnach auf Kinderarbeit. Wenn das nicht auch gut in die Winter- und Weihnachtszeit passt!

(*Tatsächlicher Bestandteil ist Orangenöl)

Himbeerschokolade ist auch Obst!

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Ach, ich bin etwas in Love mit Österreich. Weil das Land einen bösen, tiefschwarzen Humor hat, Ironie versteht. Und weil dort wenig zu spüren ist von der immer weiter um sich greifenden Askese gegenüber Fett, Zucker, Alkohol, Gluten, Fleisch, Milchprodukten, Kohlenhydraten und was die Diät- und Gesundheitsgetriebenen sonst noch so zum Bösen erklärt haben. Ja, ich esse auch gern gesund und gut, aber zum guten Leben gehören auch gelegentliche Rauschzustände und etwas Völlerei. Und nicht zuletzt deswegen versteht sich Österreich wohl so gut auf die Herstellung von Schokolade. Das beweist Zotter allemal.

Eine Freundin brachte mir nun die Crispy Frucht Himbeer mit 60 Prozent Kakaoanteil von Xocolat Manufaktur mit. Sie ist vegan und wie alle Spezialitäten aus der Xocolat Manufaktur ganz ohne Aromazugabe. Eigentlich bin ich nicht so der große Fan von Fruchtschokolade. Aber der volle Geschmack der fein splitternden Himbeerstückchen in Verbindung mit feiner, dunkler Schokolade ist der absolute Gegenbeweis. Yummi!

Ich bin nicht alleiniger Fan der Schokolade und selbst echte Experten stimmen mir zu: Schokoladen-Tester Georg Bernardini klassifizierte das Stammhaus von Xocolat in seinem Buch als bestes Schokoladengeschäft Europas und von der Zeitschrift A la Carte wurde Xocolat die Trophée Gourmet – Österreichs wichtigste Auszeichnung für kulinarische Verdienste – verliehen.

Original Beans Edel Weiß: Ein Sommermärchen

„Gegensätze ziehen sich an, Gemeinsamkeiten aus“, singt Dendemann.

Wer beides will, zieht am besten die weiße Schokolade von Original Beans aus. Die Edel Weiß mit Bananenmilch und Kakaobutter vereint die Gegensätze Trinitario Kakaobutter aus dem Yuna Flusstal in der Dominikanischen Republik mit erstklassiger Schweizer Almmilch. Gemeinsam ist beidem die reinste Bioqualität und die Herkunft aus fairem Handel.

Bild: © Original Beans
Bild: © Original Beans

Weiße Schokolade schmeckt mir oft zu süß und zu künstlich. Diese Sorte ist eine echte Ausnahme – gerade oder obwohl sie ohne Zusätze wie Vanille oder Lecithin auskommt. Die perfekte Sommerschokolade, wenn sie vorher noch kurz im Kühlschrank lag.

Und hinter dieser Schokolade steckt auch kein Bitteres Geheimnis: Seit 2008 pflanzte Original Beans in Regionen so entlegen wie der Amazonas und herausfordernd wie der Ost-Kongo bereits eine Million Bäume. Original Beans hat die Lebensumstände von zwanzigtausend Kakaofamilien verbessert, einige der seltensten Kakaos der Welt bewahrt, und beim Erhalt der Pufferwälder geholfen, die die letzten Berggorillas und die atemberaubenden Paradiesvögel schützen.

Hier geht es zu den anderen Testberichte von Original Beans. Yummi!

Original Beans: Bittersüßer Naschrausch

Bild: © Original Beans
Bild: © Original Beans

Ja, man kann tatsächlich problemlos zu zweit in knappen vier Stunden zwei Tafeln Schokolade essen. Zu meiner fadenscheinigen Erklärung möchte ich aber dazu sagen, dass ich morgens bereits beim Lauf gegen Rechts dabei war und in 34 Minuten um die Alster gerannt bin. Das brachte mir den 88. Platz ein und ist damit so ironisch, dass selbst ich es mir hätte nicht ausdenken können.

Zudem sind die Tafeln von Original Beans auch nur 70 Gramm schwer und somit eher ein Portiönchen. Ich schrieb bereits, warum ich Fan der Original Beans bin und habe nun nach der Milchschokolade zwei Bittersorten getestet. Die Original Beans Beni Wild Harvest 66 % ist vegan und mit einer Note von Blumenhonig, Aprikose und Jasmintee. Die Dunkelschokolade von handgepflücktem Wildkakao kommt aus der Beni Savanne. Durch die Produktion von wildem Kakao nach den Kriterien der Nachhaltigkeit wird der dort durch Brandrodung verloren gegangene Wald wieder aufgeforstet und die Einwohner dieser Region ermutiget, den Regenwald aktiv zu schützen. Mich überzeugt schon die edle und nachhaltige Verpackung sehr, aber als ich mir Oberflächlichkeit vorwerfen lassen muss, probiere ich natürlich gern. Wer behauptet, das Glück dieser Erde läge auf dem Rücken der Pferde, hat wohl noch nicht diese Schokolade gegessen. Ziemlich schnell ist die Tafel im Bauch verschwunden. Dort trägt es sich ja bekanntlich leichter als in der Tasche.

Denn dort liegt noch die Original Beans Grand Cru Blend No. 1 80 Prozent. Sie ist ebenfalls vegan mit einem leichten Anflug von Waldbeere und Kaffee – sehr interessante Kombination, wobei der Kaffee kaum herauszuschmecken ist. Für eine so bittere Sorte hat die Schokolade einen guten Schmelz, lässt sich aber besser lutschen als kauen. Perfekt dazu wäre Rotwein – nicht nur geschmacklich, denn sowohl Bitterschokolade als auch Rotwein sollen ja sehr gesund sein und eine noch bessere Ausrede, als mit trinken und naschen alt zu werden, habe ich auch nicht. Plus: Man hilft auch noch der Umwelt, denn der Grand Cru Blend Nr. 1 vereint eine Mischung von Kakaobohnen aus den artenreichsten Waldregionen der Welt. Durch den Erhalt und die Neupflanzung dieser Schokoladen-Wälder hilft Original Beans den Bauern in diesen Regionen ihr Einkommen zu verbessern, ohne dafür kostbaren Regenwald abzuholzen.

Favorit des Tests ist übrigens mit kleinem Vorsprung die Beni Wild Harvest geworden. Es ist vielleicht bekannt, dass ich Mittesterinnen und Mittester dazu nötige, detaillierte Fragebögen auszufüllen und mir so bei den Bewertungen zu helfen. Der einzige Kommentar dieses Mal zu beiden Sorten: „Mmmmmmhhhh“ – mit Schokolade im Mund ist das aber wohl das beste Zeichen.

Wenn diese Schokolade ein Mann wäre, würde ich sie heiraten.

Es ist der schwierige Spagat zwischen fair+bio versus lecker, den viele Schokoladen nicht schaffen. Die böse, aber zartschmelzende Lindtschokolade gewinnt leider gegen so manch bröckelige, wenn auch hübsch verpackte Bioschokolade. Aber es gibt zum Glück Ausnahmen, sogar vegane Sorten sind dabei.

Und da sich herumgesprochen hat, welch Kakaobohnenjunkie ich bin, bekomme ich sehr oft ungewöhnliche Schokoladen in Bio- und Fairtradequalität geschenkt. Eine davon ist die Original Beans Esmeraldas Milk mit 42 Prozent Kakao. Was soll ich sagen: Suchtfaktor!

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Was ist nun so besonders?

  • Die Ursprungsbohnen kommen ausschließlich aus sogenannten Biodiversitäts-Hotspots, also Regionen mit höchster Artenvielfalt und naturbelassener Umwelt.
  • Original Beans schützt die Vielfalt ursprünglicher Kakaosorten. Ursprungsbohnen, wie die Piura Porcelana aus Peru und die Kerafat aus Papua, Indonesien wurden wiederentdeckt und aufgeforstet.
  • Original Beans ist Gründungsmitglied der Direct Cacao Organisation, deren Ziel es ist, Bean-To-Bar Schokoladenhersteller zusammen zu bringen, die edlen Qualitätskakao direkt von Bauern aufkaufen & einen Preis zahlen, der 6,5 mal höher ist, als der Fairtrade-Standard. Die Kakaobohnen werden in direkter Zusammenarbeit mit lokalen Kleinbauern und Kooperativen angebaut, verarbeitet und gehandelt.
  • Original Beans unterstützt bestehende Zertifizierungsorganisationen, wie Bio, Rainforest Alliance und Fairtrade. Alle Bohnen haben ein oder mehrere unabhängige Zertifikate.
  • Es werden keinerlei Zusatzstoffe verwendet. Als Süßungsmittel dient roher Rohrzucker. Alle Sorten sind glutenfrei, die dunklen Schokoladen sind vegan.
  • Original Beans hat sich einer Null-Abfall-Politik verpflichtet, deshalb ist auch die Hülle des Produktes Natur pur. Die Verpackung der Tafeln besteht aus FSC-Pappe und einer 100% kompostierbaren Folie aus Holzcellulose.
  • Die Original Beans Schokoladen werden mit Maschinen hergestellt, die fast zu 100 % mit nachhaltiger Energie gespeist werden und in einer Fabrik verpackt, die 25 % weniger Energie verbraucht als der Industriestandard. Die Verarbeitungsstätten liegen alle in einem Umkreis von 100 km, sodass kurze Transportwege garantiert sind.
  • Original Beans investiert gemäß seinem Motto “Jede Tafel : Ein Baum”  in die Wiederherstellung der tropischen Ökosysteme. Pro Produkteinheit wird ein Baum gepflanzt.

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Das klingt nicht nur gut, das schmeckt auch gut. So gut, dass die Schokoladen in diversen Sternerestaurants serviert wird.

Original Beans bietet sogar die Kombination von Schokolade und Wein an – passend zusammengestellt. Alles in allem so fabelhaft, dass ich meine Wunschliste für den nächsten Geburtstag schon mal zusammenstelle…