Vegetarischer Burger im The Bird

Lange hat die Fresstestteam-Fraktion nichts von sich hören lassen. Wie das so ist mit über 30, kamen Umzüge, Jobwechsel, Reisen und Schwangerschaften dazwischen und so waren wir dieses Mal nur zu dritt in der ursprünglichen Besetzung. Aber wenn es um Fast Food geht, finden sich schnell neue Mitstreiter*innen: Zu zehnt zogen wir ins The Bird.

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Mit viel Glück und nur mit Reservierung  ergatterten wir einen der Tische – und auch das nur im Zeitfenster zwischen 18 und 20 Uhr. Aber hey: Angeblich soll es im The Bird einen der elf besten Burger der Stadt geben. Die beiden vegetarischen Burger stehen nicht im Online-Menu. Es gibt einen klassischen vegetarischen Burger, der aber um 18 Uhr bereits aus war, und einen mit einem Bohnen-Patty. Das machte die Auswahl leicht und wir mussten uns nur noch für den passenden Käse entscheiden: Emmentaler, Cheddar, was das Herz begehrt. Die beiden Quoten-Fleischesser unter uns hatten es bedeutend schwerer und hätten auch eins der fünf Steaks wählen können. Aber wer will schon Low Carb, wenn er oder sie auch Burger und Pommes haben kann? Also zehnmal Burger mit Pommes, bitte!

Qualität dauert und so passt der Begriff Fast Food eigentlich wenig. Aber die Bedienungen sind auf Zack und wir vergnügen uns die Zeit mit fabelhaftem Wein und Bier. Nach einer dreiviertel Stunde kommen dafür auch alle Burger zeitgleich und heiß auf den Tisch. Einige der Fleischburger werden mit BBQ-Soße, Guacamole oder Salsa Verde angeboten, aber der vegetarische Burger kommt plain. Das gibt bei einigen Testessern Punktabzug, aber Ketchup, Senf und Majo stehen zur Selbstbedienung auf dem Tisch und werden reichlich über alles gegossen.

Die Pommes! Ich habe auch Tage nach dem Besuch im Bird noch Träume, in denen diese unfassbar knusprigen Pommes vorkommen. Wahnsinn. Da geht der Burger fast unter, obwohl auch der wirklich gut ist. Das Brot ist selbstgemacht (für mich ausschlaggebend bei einem guten Burger!) und der Patty ist leicht scharf. Kleine Kritikpunkte gibts dafür, dass er wenig knusprig ist und durch das Bohnenmus etwas an Burrito erinnert. Schade, dass wir die zweite Variante (noch) nicht testen konnten. Aber bald, wir kommen sicher wieder. Denn nicht umsonst ist das Motto des The Bird: „Fat means flavor.“

Hier findet ihr The Bird auf Facebook und The Bird in real: 

Trommelstraße 4, St Pauli, 20359 Hamburg

Phone 040 7566 2333Email
thebirdinhamburgreservations@gmail.com

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Zucchinisalat mit Mandelsoße

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Noch ein ganz schnelles Vor-dem-Festival-Wochenende-noch-mal-gesund-essen-Rezept mit einem Schnappschuss-Bild – es ist viel leckerer, als es aussieht und die Zubereitung dauert genau diesen Track lang:

Für zwei Portionen:

  • 1 große Zucchini
  • 10 Cherrytomaten, halbiert
  • 1 Paket Räuchertofu, in kleinen Stücken
  • 1 Handvoll Cranberries
  • 2 EL Mandelmus
  • etwas Wasser
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum

Die Zucchini mit dem Spiralschäler in Spaghetti schälen. Alle Zutaten bis auf das Mandelmus auf zwei Tellern anrichten. Das Mandelmus mit etwas Wasser aufkochen, bis eine Soße entstanden ist. Über den Salat geben – schon fertig!

Wie es euch gefällt: Möhrensalat-Dressing

Seit ich meinen neuen (bzw. schon gar nicht mehr ganz so neuen) Job angefangen habe, koche ich viel seltener. Dort gibt es nämlich eine Kantine mit Bioessen und eine fantastische türkische Salatbar ums Eck. Aber zumindest am Wochenende schwinge ich Pürierstab, Küchenfreund und Sparschäler doch noch. Was ja immer als Beilage geht, ist Möhrensalat. Und den kann ich wegen einer unterschiedlichen Mischung aus Kreativität, Improvisation und Resteverwertung nun in diversen Varianten. IMG_2189 Die Grundlage: Pro Portion etwa drei mittelgroße Möhren, geschält und geraspelt.

  • Variante süß: 1 Teelöffel Sesamöl, 1 Teelöffel Ahornsirup, Salz, Pfeffer, etwas Zimt.
  • Variante orientalisch: 1 Teelöffel Olivenöl, 1 Teelöffel Balsamico-Essig, 3 gehackte Walnüsse, ein paar Rosinen oder Datteln
  • Variante klassisch: 1 Teelöffel Olivenöl, 1 Teelöffel Honig, etwas Zitronensaft
  • Variante herzhaft:  1 Teelöffel Kürbiskernöl, 1 Teelöffel Balsamico-Essig, 3 getrocknete Tomaten, Sonnenblumenkerne

Guten Hunger! Habt ihr weitere Ideen? Dann hinterlasst sie in den Kommentaren!

Wenn diese Schokolade ein Mann wäre, würde ich sie heiraten.

Es ist der schwierige Spagat zwischen fair+bio versus lecker, den viele Schokoladen nicht schaffen. Die böse, aber zartschmelzende Lindtschokolade gewinnt leider gegen so manch bröckelige, wenn auch hübsch verpackte Bioschokolade. Aber es gibt zum Glück Ausnahmen, sogar vegane Sorten sind dabei.

Und da sich herumgesprochen hat, welch Kakaobohnenjunkie ich bin, bekomme ich sehr oft ungewöhnliche Schokoladen in Bio- und Fairtradequalität geschenkt. Eine davon ist die Original Beans Esmeraldas Milk mit 42 Prozent Kakao. Was soll ich sagen: Suchtfaktor!

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Was ist nun so besonders?

  • Die Ursprungsbohnen kommen ausschließlich aus sogenannten Biodiversitäts-Hotspots, also Regionen mit höchster Artenvielfalt und naturbelassener Umwelt.
  • Original Beans schützt die Vielfalt ursprünglicher Kakaosorten. Ursprungsbohnen, wie die Piura Porcelana aus Peru und die Kerafat aus Papua, Indonesien wurden wiederentdeckt und aufgeforstet.
  • Original Beans ist Gründungsmitglied der Direct Cacao Organisation, deren Ziel es ist, Bean-To-Bar Schokoladenhersteller zusammen zu bringen, die edlen Qualitätskakao direkt von Bauern aufkaufen & einen Preis zahlen, der 6,5 mal höher ist, als der Fairtrade-Standard. Die Kakaobohnen werden in direkter Zusammenarbeit mit lokalen Kleinbauern und Kooperativen angebaut, verarbeitet und gehandelt.
  • Original Beans unterstützt bestehende Zertifizierungsorganisationen, wie Bio, Rainforest Alliance und Fairtrade. Alle Bohnen haben ein oder mehrere unabhängige Zertifikate.
  • Es werden keinerlei Zusatzstoffe verwendet. Als Süßungsmittel dient roher Rohrzucker. Alle Sorten sind glutenfrei, die dunklen Schokoladen sind vegan.
  • Original Beans hat sich einer Null-Abfall-Politik verpflichtet, deshalb ist auch die Hülle des Produktes Natur pur. Die Verpackung der Tafeln besteht aus FSC-Pappe und einer 100% kompostierbaren Folie aus Holzcellulose.
  • Die Original Beans Schokoladen werden mit Maschinen hergestellt, die fast zu 100 % mit nachhaltiger Energie gespeist werden und in einer Fabrik verpackt, die 25 % weniger Energie verbraucht als der Industriestandard. Die Verarbeitungsstätten liegen alle in einem Umkreis von 100 km, sodass kurze Transportwege garantiert sind.
  • Original Beans investiert gemäß seinem Motto “Jede Tafel : Ein Baum”  in die Wiederherstellung der tropischen Ökosysteme. Pro Produkteinheit wird ein Baum gepflanzt.

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Das klingt nicht nur gut, das schmeckt auch gut. So gut, dass die Schokoladen in diversen Sternerestaurants serviert wird.

Original Beans bietet sogar die Kombination von Schokolade und Wein an – passend zusammengestellt. Alles in allem so fabelhaft, dass ich meine Wunschliste für den nächsten Geburtstag schon mal zusammenstelle…

Veganer Schoko-Erdnussbutter-Kuchen

Sonntage sind zum Kuchenessen da. Und wenn es regnet, man nicht raus in eines der vielen und sonntags oft überfüllten Cafés in Hamburg will und ein paar Minuten Zeit hat, dann kann man diesen Kuchen zaubern und sich zusammen mit Freunden ins Schoko-Erdnussbutter-Delirium futtern.

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Man braucht:

  • 320 Gramm Mehl
  • 250 Gramm Zucker
  • 275 Milliliter Wasser
  • 4 Esslöffel Kakao
  • 100 Gramm Alsan, geschmolzen
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • ein Päckchen Backpulver
  • ein Esslöffel Erdnussbutter

Alles vermengen und bei 175 Grad etwa 35 Minuten backen. Natürlich auch für den Noch-Geiler-Faktor kombinierbar mit Sahne, Marmelade, Bananen, Schokoguss oder -streuseln.

 

Graupensalat mit roter Beete

Graupen. Klingt mal gar nicht nach dem neuen heißen Scheiß, ist aber eine echte Alternative zu Bulgur, Couscous und Quinoa, die ja schon lange Nudeln und Reis vom Thron der Sättigungsbeilagen gestoßen haben. Ich kannte die Gerstenkörner bisher nur in der Eintopfvariante meiner Oma und bin seit meiner Kindheit großer Fan. Aus Nostalgie kaufte ich vor Monaten zum ersten Mal selbst eine Packung, die aber erstmal im Schrank verstaubte. Das lag vor allem am Mangel an Rezeptideen, bis mich diverse Gemüsereste aus dem Kühlschrank auf eine Salatidee brachten.

Farbenfroh und lecker
Farbenfroh und lecker

Zutaten für eine große Salatschüssel:

  • 125 Gramm gekochte und abgekühlte Perlgraupen
  • 1 Römersalat
  • 2 Strauchtomaten
  • 1 rote Beete
  • 3 gekochte Möhren
  • eine halbe Gurke
  • 5 kleine Spitzpaprika
  • 3 Esslöffel Kürbiskerne

Dressing:

  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 4-5 Esslöffel Balsamicoessig
  • etwas Agavendicksaft (für Nichtveganer alternativ Honig)
  • 1 Esslöffel bayrischer Hausmachersenf
  • Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano, Paprikapulver

Am besten schmeckt der Salat, wenn er einen Tag durchgezogen ist.

Veganer Rahmspinat

Rahmspinat gehört zu jenen Gerichten, die mich sofort an meine Kindheit erinnern. Der klassische Fertig-Rahmspinat musste nur kurz erwärmt werden und war DIE Beilage zu Kartoffelbrei und Spiegelei. Auch heute noch liebe ich Rahmspinat, habe aber immer normalen Blattspinat im TK-Fach, weil dieser für alle Spinatgerichte geeignet ist – und eben auch für vegane Rezepte. Das muss aber nicht heißen, dass man auf Rahmspinat verzichten muss.

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Für die vegane Rahmspinat-Variante braucht man:

  • 250 Gramm tiefgekühlter Blattspinat
  • 2 Schalotten
  • 1 EL Alsan
  • 1 EL Vollkornmehl
  • 100 ml Hafermilch
  • 1 EL Mandelmus
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Die Schalotten klein schneiden und in der (Alsan-)Margarine anbraten. Spinat dazugeben, kurz köcheln lassen. Mit der Hafermilch aufgießen, das Vollkornmehl dazu geben und schnell umrühren, bis der Spinat cremig wird. Mit dem Mandelmus, Salz, Pfeffer und ordentlich Muskatnuss abschmecken.

Dazu passt nicht nur Kartoffelbrei, sondern auch Reis sehr gut – in diesem Fall gab es noch ein gekochtes Ei vom Vortag und ein paar Tomaten dazu. Wer es komplett vegan mag, kann das Ei durch Räuchertofu ersetzen.