Wenn Joggen zum Spießrutenlauf wird

Oder: Was Sport mit Gleichberechtigung zu tun hat.

Nachdem ich ein paar Tage in Folge beim Laufen blöd angequatscht wurde, postete ich diesen Kommentar auf Facebook:

Da ich erst seit 10 Jahren mehrmals die Woche jogge, zweimal Marathon, fünfmal Halbmarathon und diverse andere Wettkämpfe lief und somit blutige Anfängerin bin, bin ich so unglaublich DANKBAR dafür, dass mich fremde Männer beim Joggen ansprechen und mir ungefragt wertvolle Tipps geben.

So wie heute, als mir ein Mann mittleren Alters riet, niemals stehen zu bleiben (und stattdessen über die rote Ampel zu laufen, an der ich stehen blieb und ihn einige Meter weiter locker überholte, woraufhin er tief getroffen ein „Ohhh…“ von sich gab.) Oder so wie gestern, als ein Mittfünfziger mich aufklärte, dass ich „es nicht nötig habe, Sport zu treiben“, da ich ja „so eine gute Figur“ habe.

Morgen gegen 11 Uhr werde ich an der Alster laufen und würde mich über weitere hilfreiche Bemerkungen zur Optimierung meines Körpers freuen.

Ich laufe übrigens einen Schnitt von 5 Min/km. Wem das zu schnell ist, darf Bemerkungen auch gern in die Kommentare posten.

Nahezu alle Kommentare waren positiv und da der Post von mir die eher lustigen Erlebnisse abbildet, verwundert das nicht. Ein Bekannter schrieb aber darunter:

Wow! Die Sara Westerhaus kann es! Ist schnell und schön. Und schön schnell. Gut, dass nun alle es wissen, die es bislang nur gahnt haben, wie schnell und gut sie ist. Wow!

Da wurde mir wieder klar: Da hat es jemand so gar nicht verstanden. Es ging nicht eine Selbstbeweihräucherung (dann hätte ich ein halbnacktes Selfie und meine Bestzeit posten können), sondern darum, dass ich verdammt noch mal einfach in Ruhe laufen will.

Die blöden Sprüche an der Ampel sind nur die eine Seite. Die andere Seite ist nicht im Ansatz lustig. Und noch weniger sind es die Reaktionen darauf. Die andere Seite ist: Verfolgt und begrapscht werden. Nicht in in Ausnahmefällen, sondern in der Regel.

Beim Strandurlaub wurde ich beim Joggen TÄGLICH verfolgt. Männer und Jungs liefen neben mir her und riefen mir Sprüche zu. Beim Joggen in Spanien, wo ich mehrmals Urlaub machte und viel joggen ging, fuhren Männer – oft in Gruppen – im Schritttempo neben mir her, hupten und forderten mich auf, einzusteigen. Beim Joggen im konservativen Münster war es an der Tagesordnung, dass mir hinterher gehupt wurde. Radfahrer fahren neben mir her und rufen anzügliche Dinge. Einer fuhr sogar an mir vorbei und schlug mir währenddessen auf den Hintern.

Es nervt. Es frustriert. Und trotzdem weiß ich: Ich bin immerhin eine Frau, die sich wehrt. Die weiß, dass das Verhalten der Männer nicht ok ist und die es gegebenenfalls ignoriert. Die Likes für einen Post bekommt, wenn sie sich über die Sprüche aufregt. Und in den Ausnahmefällen, in denen mir Männer gesagt haben, ich solle „das doch als Kompliment auffassen“, wenn mir hinterhergepfiffen wird (WTF?!), fange ich eben eine Diskussion an.

Viele junge Mädchen und auch Frauen haben den Mut aber vielleicht nicht. Weil sie in Gesellschaften aufwachsen, in denen Frauen und Mädchen eh schon keine Rechte haben. Oder weil sie sich eh schon zum Sport überwinden müssen, weil sie sich in ihrem Körper vielleicht nicht so wohlfühlen. Weil die Sprüche vielleicht keine netten sind, sondern Beleidigungen. Und diese Frauen und Mädchen trauen sich dann vielleicht nicht mehr, in der Öffentlichkeit Sport zu machen.

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10 Tipps für ein erfolgreiches Marathontraining

42 Kilometer am Stück laufen. Warum macht das jemand freiwillig? Weil es spannend ist, an seine Grenzen zu gehen. Nicht nur für den Körper, auch für den Kopf. Denn nur, wenn man es will und an sich selbst glaubt, kann man diese Herausforderung bewältigen.

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Das Training ist vor allem Kopfsache

Sich auf einen Marathon vorbereiten, geht das überhaupt mit einem Vollzeitjob? Ja. Ich habe es zweimal erfolgreich geschafft – obwohl ich keinen Nine-to-five-Job habe. Vielleicht helfen euch meine Erfahrungen, den Mut zu sammeln, auch einen Marathon in Angriff zu nehmen. Und wenn nicht: Viele Tipps sind auch hilfreich, wenn es darum geht, Sport in den Alltag zu integrieren.

1. Such dir den passenden Zeitpunkt

Drei Monate zu finden, in denen beruflich und privat nichts passiert, dürfte unmöglich sein. Wenn aber schon absehbar ist, dass in dieser Zeit ein wichtiges Projekt vor dem Abschluss steht, ein Umzug geplant ist oder ein Jobwechsel ansteht, kostet das Zeit und Nerven, die dann im Training fehlen. Meinen ersten geplanten Marathon habe ich deswegen auch um ein Jahr verschoben: Mein Job in Münster endete und ich bin nach Hamburg umgezogen. Das Jahr drauf war die Trainingsphase zwar auch nicht ruhig, aber immerhin etwas berechenbarer.

2. Mach einen Plan und halte ihn flexibel

Ein Marathontraining dauert in der Regel zwölf Wochen. Je nach Trainingsplan trainiert man vier bis fünf Mal die Woche – davon einmal am Wochenende, meist am Sonntag, etwa zwei bis drei Stunden. Passende Pläne gibt es im Internet oder in meinen beiden Lieblingsbüchern „Die Laufbibel“ und „Das große Laufbuch“. Wenn du dich für einen passenden Plan entschieden hast, trage alle (!) Trainingseinheiten in deinen Kalender ein. Nur dann hast du eine gute Übersicht, wo und wann der Plan mit anderen Terminen kollidiert und kannst entsprechend umplanen. Und habe keine falsche Scheu, diese Einheiten etwas flexibel zu gestalten. Niemand scheitert am Marathon, weil er oder sie den 15-Kilometer-Lauf Dienstag statt Donnerstag macht.

3. Weihe Kollegen, Freunde und Familie ein

Ohne Unterstützung geht es nicht! Wenn du dich jedes Mal rechtfertigen musst, weil du abends beim Training statt beim Feierabendbier dabei bist, vermiest dir dein schlechtes Gewissen den Lauf. Gerade beim ersten Marathon ist der moralische Support in Krisen (und die werden kommen) unerlässlich. Ich erinnere mich noch an den Moment im ersten Marathontraining, als ich einen echten Hänger hatte. Stress privat, Stress im Job, gesundheitliche Probleme im Training. Dann kam ich morgens zur Arbeit und meine damalige Chefin hat meine kompletten Schreibtisch mit Energieriegeln übersät und ein Schildchen daneben deponiert: „Noch sieben Tage. Du schaffst das!“ Als ich dann endlich lief, standen Kolleginnen, Kollegen, Freunde und Familie am Rand und haben mich angefeuert. Das trägt dich, wenn dein Kopf oder Körper schwächeln.

4. Pack die Laufschuhe ein

Das Allerbeste am Laufen ist: Du kannst es immer und überall machen. Falls also eine Geschäftsreise ansteht, nimm die Laufsachen mit, recherchiere vorher eine geeignete Strecke und lauf los. So siehst du auch mehr von der Stadt als nur den Weg vom Bahnhof zum Hotel. Wenn du abends oft nicht pünktlich aus dem Büro kommst, versuche, morgens oder in der Mittagspause zu laufen.

5. Rede mit anderen Läuferinnen und Läufern

Wahrscheinlich überkommt dich spätestens nach der Halbzeit die Panik und du fragst dich, warum du dir das antust und ob du es wirklich über die Ziellinie schaffen wirst. Dann ist es gut, sich mit erfahrenen Läuferinnen und Läufern auszutauschen, die dein Laufpensum und Trainingsstand einschätzen können.

6. Triff Menschen, die keine Ahnung vom Laufen haben

Es kann sich nicht alles nur um die Arbeit und das Laufen drehen. Verabrede dich mit Freunden, rede über andere Dinge, schalte ab.

7. Höre auf deinen Körper

Mir ging es oft so, dass ich das Gefühl hatte, ich müsste mich penibel an die Trainingspläne halten. Es gibt aber (Arbeits-)Tage, die sind einfach so anstrengend, dass abends einfach die Kraft fehlt, noch das anstehende 60-minütige Intervalltraining zu absolvieren. Es ist besser, das Training dann mit halber Power zu machen und auch mal ausfallen zu lassen. Starte im Zweifel lieber etwas untertrainiert als völlig ausgepowert in den Marathon.

8. Plane deine Mahlzeiten

Job und Training nehmen viel Zeit in Anspruch. Versuche, einmal die Woche grob zu planen, was und wann du am besten an den Trainingstagen essen kannst. Am besten versuchst du, keine allzu großen Portionen zu essen, sondern den Tag über immer relativ satt zu sein. Sonst passiert es vielleicht, dass du nach der Arbeit ausgehungert bist, trainieren willst und keine Snacks da hast, die dich über das Training tragen. Und vorher aus der Not heraus Fast Food zu essen und mit vollem Bauch zu laufen ist genauso ungünstig wie unterzuckert zu sein. Ich hatte immer einen Vorrat an Bananen, Trockenfrüchten und Nüssen da. Auch eine überraschend gute Notlösung: Ein paar Salzstangen.

9. Sei nicht so streng

Klar, eine gesunde Ernährung ist die Grundlage, damit dein Körper die Belastung verkraftet. Ich halte den kompletten Verzicht auf Zucker, Alkohol und Fast Food aber für Schwachsinn. Das Training ist eh anstrengend genug – da muss man sich nicht auch noch mit Askese zusätzlich stressen. Aber: Alles in Maßen und lieber nach dem Training.

10. Belohne dich

Überlege dir, wie du dich nach dem Marathon belohnen willst. Ich habe mir den Tag danach immer frei genommen und mir eine Massage gegönnt. Die Vorfreude darauf hilft beim Lauf!

10 Gründe, warum du einen Wettkampf laufen solltest

Gerade habe ich die Startunterlagen für den Halbmarathon am kommenden Sonntag abgeholt. Wenn ich erzähle, dass ich 21 oder 42 Kilometer am Stück laufen will, während andere gemütlich beim Brunch sitzen oder den Vormittag verkatert mit Netflix im Bett liegen (beides Dinge, die mir im Übrigen auch sehr gefallen), dann ernte ich meist etwas zwischen Verwunderung und Entsetzen. Warum ich mir das antue, werde ich gefragt, ob das nicht ungesund sei und dass ich mich doch lieber einfach aufs Sofa legen solle.

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Das Training am frühen Morgen wird mit diesem Blick belohnt.

Auch Lydia Krüger hat vor ein paar Tagen einen Artikel bei Edition F veröffentlicht, in dem sie sich fragt, warum sich so viele Menschen bei Wettkämpfen quälen. Sie spricht von „Leistungszwang und Selbstkasteiung“ sowie „wenig Spaß und Krampf“. Klar, es gibt die absolut nerdigen Fitnessfreaks, die von Wettkampf zu Wettkampf leben, sämtliche Körperfunktionen tracken, Kohlenhydrate grammgenau abwiegen, auf Schokolade und Alkohol verzichten und beim Thema Selbstoptimierung wenig Spaß verstehen. Das ist nicht meine Welt – das Laufen und gelegentliche Wettkämpfe aber sehr wohl. Warum? Weil das Laufen auch eine andere Sicht auf viele andere Lebensbereiche eröffnet und weil gerade Wettkämpfe sich doch von dem Freizeitjoggen unterscheiden. Dabei geht es nicht um neue Bestzeiten oder einen strafferen Hintern, sondern um diese Dinge:

  1. Genieße die Vorfreude
    Auch den kurzen Läufen geht meist wochenlanges Training voraus. In den letzten Tagen vor dem Lauf steigt die Vorfreude deswegen nicht nur auf den Laufevent an sich, sondern auch auf die entspannte Zeit danach, in der du einfach nur zum Spaß läufst – das gibt es nämlich tatsächlich auch.
  2. Erkunde neue Strecken
    Meist läufst du die immer gleiche Strecke. Durch Laufevents lernt man neue Städte quasi nebenbei kennen. Die Strecken führen entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten und wenn du nicht in deiner Heimatstadt läufst, kannst du es gleich mit einem Urlaub verbinden.
  3. Du bist nicht allein
    Ich laufe generell sehr gern allein, um abschalten zu können. Bei Laufevents ist aber gerade die Masse an Mitläuferinnen und Mitläufern das, was das Durchhalten leichter macht. Sie haben den gleichen verdammt langen Weg vor sich und sie feuern dich an, wenn du aufgeben willst.
  4. Du lernst, deine Kräfte einzuteilen
    21 oder 42 Kilometer kann man nur schaffen, wenn man nicht gleich zu Anfang losrennt, sondern ein Tempo findet, das man die gesamte Zeit konstant halten kann. In stressigen Phasen hilft mir das oft, nicht panisch mit 150 Prozent Kraft loszulegen und in der Mitte zusammenzubrechen, sondern lieber bedächtiger und dafür mit Ausdauer zu handeln.
  5. Dir ist dein Aussehen egal
    Egal ob Regen oder Sonne: Eitelkeit ist fehl am Platz und es ist zumindest mir völlig egal. Ich laufe immer ungeschminkt, die Haare sind verschwitzt oder zerzaust oder beides. Und ja, man guckt angestrengt – dafür im Ziel aber sehr sehr glücklich.
  6. Allen anderen ist dein Aussehen egal
    Beim Laufen sind wir gleichberechtigt. Männer und Frauen zwängen sich in enge Synthetikkleidung, praktische bunte Schuhe und Kniestrümpfe. Männer mit langen Haaren tragen Haarbänder und kleben sich die Brustwarzen ab. Frauen tragen funktionale BHs ohne Rüschen oder Push-Up. Für ein paar Stunden sind Frauen befreit von unbequemen High Heels und „Lach doch mal, dann siehst du viel hübscher aus“-Sprüchen.
  7. Du kannst dir für dich passende Ziele setzen
    Es ist egal, ob es „nur“ 5 Kilometer sind oder gleich ein Marathon sein soll: Das Ziel an sich motiviert, regelmäßig zu laufen, auch wenn du gerade keine Lust hast oder es regnet. Und laufen kann jeder! Du kannst ganz klein anfangen, kurze Strecken wählen, Gehpausen einlegen und brauchst keine teure Ausrüstung.
  8. Irgendwann kommst du an
    Vom Laufen gelernt: Durchhalten ist viel einfacher, wenn du dir bewusst machst, dass du mit jedem Schritt der Ziellinie näher kommt. Auch das ist nicht nur beim Laufen so, sondern bei stressigen Bürotagen, Jobsuche, nerviger Grippe, Stau, Verspätungen: Am Ende wird alles gut.
  9. Enjoy the little things
    Am Ende eines langen Laufes sind es die kleinen Dinge, die glücklich machen: Ein kaltes Getränk, eine Banane, eine Dusche und frische Kleidung.
  10. Du bist stolz auf dich
    Klar, es ist anstrengend. Umso mehr kannst du stolz auf dich sein, wenn du es ins Ziel geschafft hast und die Medaille um deinen Hals gehängt wird. Das Leben wäre fad ohne Herausforderungen!

Endlich Frühling: Laufshirts von Kossmann im Test

Der Frühling ist da! Naja, zumindest stundenweise. Und für Hamburg heißt das: 8 Grad, ein paar vorsichtige Sonnenstrahlen und hier und da eine kleine Brise*. Nach meinem letzten Halbmarathon in Berlin vor zwei Wochen gönnte ich mir erst einmal neue Laufschuhe. Als zusätzliche Motivation liegen nun auch noch zwei neue Laufshirts von Kossmann in meinem Schrank. Bei meiner Recherche nach fair produzierten und ökologisch korrekten Lauf-T-Shirts aus Funktionsfasern für den Charitylauf der Hamburger Aidshilfe bin ich vor ein paar Monaten auf den Händler aus Baden-Württemberg gestoßen – soweit ich es bisher weiß, der einzige Sportartikelhersteller, der Wert auf diese Kriterien legt.

Zudem macht Kossmann auch bei dem Farbenirrsinn der Sportindustrie nicht mit: Irgendwann müssen sich sämtliche Sportartikelhersteller_innen zusammengetan und beschlossen haben, dass Laufsachen für Frauen mindestens die Farben pink, rosa oder mintgrün enthalten müssen. Bei Kossmann gibt es zwar auch pink in der Frauenkollektion, aber viele Alternativen in knalligen Farben, schwarz und weiß.

Das blau-weiße Trägershirt aus der Kollektion von 2014 liegt schön eng an, ist extrem weich und fast schon zu schade für Sport.

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Noch nicht online erhältlich ist das gelbe T-Shirt mit Kapuze. Der Sitz überzeugt auch hier. Das T-Shirt ist nicht zu kurz und rutscht trotz des lockeren Sitzes beim Laufen nicht. Mit Shirts von Adidas habe ich genau dieses Problem gehabt und freue mich nun umso mehr, endlich beim Laufen nichts mehr an den Klamotten zurechtrücken zu müssen.

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Beide Teile haben einen Lichtschutzfaktor von 50, leiten den Schweiß gut ab und trocknen sehr schnell – ganz ohne den Einsatz von Silberionen, die in der Kritik stehen, schädlich zu sein. Weiterer Pluspunkt: Kossmann bietet an, fehlerhafte Produkte kostenlos zu reparieren statt wegzuwerfen. Dieser ganzheitlich nachhaltige Ansatz gefällt mir super.

*Sturm Niklas

Gegen den Wind: Haarbänder von Ivybands

„Es ist nicht das, wonach es aussieht“ ist einer dieser Sätze, die ich schon immer einmal sagen wollte. Aber nie dazu kam, denn eigentlich ist es immer exakt das, wonach es aussieht. Endlich aber finde ich eine passende Gelegenheit: Ich blogge über Haarbänder. Ein typisches Tussi-Thema, das so gar nicht in diesen Blog passen will. Aber: „Es ist nicht das, wonach es aussieht!“. Denn die Haarbänder von Ivybands sind zwar tatsächlich sehr hübsch, schaffen es aber zum Thema Laufen in den Blog.

Schmales Band
Schmales Band

Ich liebe Hamburg (meistens), aber man muss der Tatsache ins Auge blicken, dass diese Stadt zur Hälfte aus Sturm besteht. Was mich zwar nicht vom Laufen abhält, aber eine gute Ausrüstung erfordert. Trotz Zopf lösen sich beim Laufen im Wind oft Strähnen, die dann durchs Gesicht flattern. Bisher fehlten mir gute Haarbänder, die weder rutschen noch drücken und die Haare zuverlässig aus dem Gesicht halten.

Die Haarbänder von Ivybands haben zwei simple, aber effektive Vorteile: Zum einen am Hinterkopf einen Gummizug, der das Band eng am Kopf hält; zum anderen sind die Bänder innen mit Samt bespannt und heften sich dadurch an die Haare. Auch bei meiner Mitbewohnerin mit Kurzhaarschnitt und sehr dickem Pony halten die Bänder.

Breites Band
Breites Band

Und – zugegeben – die Vielfalt an Farben und Formen gab den Ausschlag, die Bänder zu testen. Die meisten Sporthersteller sind offensichtlich der Meinung, Frauen seien wild auf pink, rosa, türkis oder hellblau bei ihren Laufoutfits. Die Farben führt Ivybands zwar auch, aber es gibt auch grau, blau, schwarz und viele weitere Farben.

Da völlig unbeobachtetes Laufen wie in meiner Heimat auf dem Land eh nicht möglich ist und rund um die Alster das Wort „Laufsteg“ eine neue Bedeutung erhält, sei den Hipsterläufern unter euch die Glitzervariante oder gleich ganze Packs nahegelegt. Abend- oder Nachtläufer können die reflektierenden Bänder tragen.

 

Läuferfood: Schnelle Spinatpasta

Nach dem Sport fehlt oft die Zeit und die Lust, noch lange zu kochen. Der Hunger ist groß und ein großer Teller Pasta genau das Richtige. Diese Weizennudeln aus dem Asiashop brauchen nur fünf Minuten und auch die Soße ist in der gleichen Zeit fertig – und ohne viel Schnippeln noch dazu!

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Man braucht pro hungrige Läuferin wie mich:

  • 75 Gramm Weizennudeln
  • 200 Blattspinat (TK-Ware, aufgetaut)
  • 5 Cherrytomaten
  • 3 getrocknete Tomaten
  • 30 Gramm Schafskäse
  • 1 EL Tomaten-Kräuter-Aufstrich (z.B. von Alnatura)
  • Salz, Pfeffer

So geht’s: Nudeln fünf Minuten in Salzwasser kochen. Währenddessen den Spinat im Topf kochen, bis er zusammenfällt. Getrocknete Tomaten, Cherrytomaten und Schafskäse kleinschneiden und dazu geben. Salzen und pfeffern. Die Nudeln, mit dem Tomaten-Kräuter-Aufstrich vermengen und die Spinatsoße darüber geben. Schon fertig!

Laufevents in Hamburg

Wie füllt man am besten das Postmarathonloch? Klar, ich bin froh, die anstrengenden Trainingswochen hinter mir zu haben und werde im nächsten halben Jahr auch keinen langen Wettkampf machen. Trotzdem ist es schön, sich auf einige Läufe gemeinsam mit anderen freuen zu können. Bis zum Herbst werde ich deswegen entspannt und für den guten Zweck laufen.

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Folgende Läufe sind geplant:

Am Sonntag, den 1. Juni findet der dritte Lauf gegen Rechts in Hamburg statt. Hier geht es nicht darum, Rekorde zu brechen und ans Leistungslimit zu gehen –  im Gegenteil: Jede und jeder kann mitmachen. Mit einem Lauf um die Außenalster soll ein Zeichen gegen Fremdenhass und Faschismus gesetzt werden. Für 10 Euro (ermäßigt fünf Euro) kann man an dem Lauf teilnehmen. Die bei dieser Veranstaltung gesammelten Spenden und Erlöse gehen in voller Höhe an das Hamburger Bündnis gegen Rechts.

Organisiert von Autonome Hamburger Frauenhäuser laufen jedes Jahr hunderte Frauen und Männer um die Alster. Dieses Jahr starten die Läufer am 24.8. am Cliff die 7,5 Kilometer lange Runde. Auch hier gilt das Prinzip „Dabei sein ist alles“, denn auf eine Zeitmessung wird verzichtet. Die zwölf Euro Startgeld gehen an die Hamburger Frauenhäuser. Diese bieten Frauen und Kindern in Notsituationen individuelle Beratung, Unterstützung und Perspektivenentwicklung für ein Leben ohne Gewalt.

Strecken hin und zurück zu laufen, ist eigentlich recht eintönig, aber nicht bei diesem Lauf: Am Tag der deutschen Einheit geht es auf einer Strecke von zwölf Kilometern einmal über die Köhlbrandbrücke und zurück. Die atemberaubende Aussicht auf die Hamburger Skyline entschädigt für den Anstieg und günstig ist es auch: Für 20 Euro kann man mitlaufen. Auch Teamläufe sind möglich.