Detox wider Willen

Kein Alkohol, kein Kaffee, keine Milchprodukte, kein Brot. Klingt hart nach einem Detox-Programm zum Abnehmen und Entgiften, ist in meinem Fall aber unfreiwillig und einer Weisheitszahn-OP geschuldet. Aber wenn ich schon leiden muss, dann will ich mich nicht auch noch von fiesen Tütensuppen ernähren. Und Not macht bekanntlich erfinderisch!

Mit asymmetrischem Gesicht und etwas high von den Schmerztabletten also ab zum Supermarkt und einen Grundstock besorgt: Hafer-, Soja-, Mandel- oder Reismilch, Fruchtmus, Sojajoghurt, Haferflocken, Nussmus, Kichererbsen, Sesampaste, Milchreis (nicht den fertigen mit Milch natürlich), passierte Tomaten, Datteln, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln, Maisgrieß, Spinat, Eier, Gemüsebrühe und so viel Obst und Gemüse zum Pürieren wie möglich. Für den Süßjieper: Sojapudding, Kokosflocken, Vanillezucker.

Frühstück:

  • Zermatschte Banane, Zimt und etwas Erdnussbutter zusammen mit warmen Haferbrei mischen, ein Klecks Apfelmus oder Marmelade drauf. Sehr viel schneller fertig als man es dann essen kann. Wer es noch süßer mag, gibt Honig oder Agavendicksaft dazu.
Smoothie-Time
Smoothie-Time

Snacks:

  • Ich halte Smoothies ja für überbewertet, weil nicht so sättigend wie Obst im festen Zustand und fertig gekauft völlig überteuert. Selbstgemacht und im Ausnahmezustand hingegen legitim. Also: Aprikosen, Beeren, Äpfel, Pfirsiche, Erdbeeren – was gerade da ist –  mit Datteln, Nüssen, Pflanzenmilch und Eiswürfeln pürieren. Der rosarote Smoothie im Bild besteht aus einer Aprikose, einem halben Pfirsich, 50 Milliliter Sojamilch, zwei Pekannüssen und etwas Vanillezucker, püriert mit Eiswürfeln. Viele weitere vegane Rezepte für Smoothies gibt es auch bei bevegt.
  • Sojajoghurt mit Apfel-Mango-Mus (im Biomarkt gibt es auch Varianten mit anderen Früchten) oder pürierten Beeren. Aufgepimpt mit Kokosflocken weckt es schon fast Urlaubsgefühle.
  • Für den Schoko-Ersatz empfehle ich Sojapudding in Zartbitter.

Mittags und Abends:

  • Milchreis. Wie und warum, habe ich hier schon beschrieben.
  • Die Suppe für Faule: Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl anbraten, passierte Tomaten und etwas Gemüsebrühe dazugeben, kurz köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer, Basilikum und Oregano abschmecken.
  • Die Suppe für Selbermacher: Wie oben, nur statt passierter Tomaten Gemüse nach Wahl  (Kartoffeln, Möhren, Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Brokkoli, …) kleinschneiden, weich kochen und pürieren. Mit Kräutern – am besten tiefgekühlte – abschmecken.
  • Der Klassiker: Kartoffelbrei mit Spinat und Spiegelei. Mein Rezept für Kartoffelbrei funktioniert auch vegan, wenn man statt Butter Alsan und statt normaler Milch Pflanzenmilch nimmt.
  • Maisgrieß (Polenta) mit Tomatensoße
  • Hummus. Geht immer, in großen Mengen und auch pur.

Mit diesen Rezepten wird man immer  noch neidisch auf Menschen mit Käsebroten, Pommes und  Kaffee (!!!) schielen, einfach weil das Gras auf der anderen Seite aus Prinzip ja grüner ist. Aber man kommt lecker, günstig und abwechslungsreich durch die ersten Tage.

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Ein Gedanke zu “Detox wider Willen

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