Japanisch essen im Zipang

Große Ereignisse müssen gebührend gefeiert werden. Ein Wiedersehen nach sieben Jahren zählt für mich auf jeden Fall dazu und zu diesem Anlass suchte ich ein besonderes Restaurant. Die Wahl fiel auf das japanische Restaurant Zipang im Eppendorfer Weg, das seit diesem Jahr sogar im Guide Michelin vertreten ist. Neben klassischen Gerichten wie Sushi, Misosuppe und Tempura gibt es dort wechselnde Eigenkreationen im Fusion-Style, die japanische mit europäischen Zutaten kombiniert.

Schick essen gehen ist als Vegetarier meist nicht so einfach: Wenn überhaupt, gibt es meist nur ein vegetarisches Hauptgericht. Ein komplettes Gängemenü zu bekommen, ist nahezu unmöglich. Also stellte ich mich mental schon mal auf die Variante „Hauptgang und Dessert“ ein. Vorher fragte ich telefonisch nach, ob es überhaupt vegetarische Gerichte gibt. Als wir abends im Restaurant ankamen, wurde ich positiv überrascht: Der Kellner hatte sich tatsächlich gemerkt, dass ich kein Fleisch und auch keinen Fisch esse und empfahl mir eine sogar vegane Vor- und Hauptspeise mit dazu passendem Weißwein.

Zunächst bekamen wir einen Gruß aus der Küche. Ich in der vegetarischen Variante: Frittierte Reisbällchen.

Gruß aus der Küche
Gruß aus der Küche

Einfach fantastisch! Die Vorspeise hingegen war zwar optisch ein Highlight, kam mir aber eher wie eine Verlegenheitsvariante der Fleisch- und Fischgerichte vor. Es gab – zugegeben auf den Punkt knackig gedünstetes – Gemüse. Aber wenig gewürzt und auch kalt nicht gerade das, was ich bei dem kalten Novemberwetter unbedingt gewählt hätte.

Vorspeise
Vorspeise

Das Hauptgericht Reis mit frittiertem Gemüse hingegen klingt wenig aufregend, war aber das beste, was ich seit Langem gegessen habe. Frische Kräuter, krosses Gemüse und dazu  wunderbar pappiger Reis – da rückt der graue Herbst in weite Ferne.

Hauptspeise
Hauptspeise

Zum Dessert musste es nach all dem gesunden und kalorienarmen Gemüse dann etwas zuckriges und fettiges sein: Crème brûlée.

Dessert
Dessert

Woah. Gut, ich bin leicht mit Zucker zu begeistern. Allerdings war dieses Dessert ein cremiger Traum, der viel zu schnell endete. Um dann verlängert zu werden durch Macarons und kleine Kekse zum Espresso. Insgesamt kann ich das Zipang uneingeschränkt weiterempfehlen, denn neben der zuvorkommenden Bedienung und dem tollen und kreativen Essen ist das Restaurant selbst schon einen Besuch wert. Die minimalistische Einrichtung trifft zumindest meinen Geschmack sehr. Günstig ist das Zipang zwar nicht, aber für 15 Euro kann man dort auch den Mittagstisch nehmen.

(Die schlechte Fotoqualität ist der schummrigen Beleuchtung und dem guten Weißwein zuzuschreiben. Bessere Fotos gibt es auf der Webseite.).

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2 Gedanken zu “Japanisch essen im Zipang

  1. Wow, das hört sich ja wirklich super an! Ich interessiere mich sehr für die japanische Küche und freue mich sehr über deinen Bericht. Von diesem Restaurant habe ich vorher noch gar nicht gehört. Ich war schonmal im Daruma, kennst du das? Dort ist es auch etwas teurer. Aber ich finde, dass man sich das manchmal auch gönnen darf.
    Ist ja auch schon total süß, dass sie extra was für dich gemacht haben! Finde ich schon immer ne tolle Geste!
    Ich merke mir das Restaurant auf jeden Fall mal!

    Beste Grüße,

    Anne

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