Veganexperiment: Noch wenige Tage…

Nie wieder Häagen Dazs?!

Über drei Wochen bin ich nun schon bei meinem Veganexperiment und es fällt mir weitaus leichter, als ich dachte. Nach der unbedacht gegessenen Eiernudel habe ich jedoch noch einmal unvegan gegessen: Party am Samstag, ich ziemlich betrunken und sehr hungrig am Buffet. Baguette und reihenweise Dipps – alle mit Käse, Quark oder Joghurt. Dann der Lichtblick: Dattelcreme! In diesem Moment wollte ich einfach nicht mehr fragen, ob diese nicht doch mit Käse oder irgendetwas anderem gemischt wurde, dippte recht großzügig mein Baguette und hatte gerade einmal abgebissen, als ein Freund mich über den Käse in der Creme aufklärte und ich notgedrungen an Baguette an ihn abtrat. Unbeobachtet hätte ich in diesem Moment zum ersten Mal in diesen veganen Wochen wohl einfach weitergegessen – das ist mir bei Fleisch nie passiert und wird es auch nicht. Außerdem verzichte ich nicht auf Weißwein. Wein muss im Allgemeinen gefiltert und geklärt werden. Dazu werden häufig Eiklar, Gelatine oder Hausenblase (vom Fisch) verwendet. Da das „nur“ für die Herstellung nötig und im Wein selbst nicht vorhanden ist, kann ich mich in dieser Hinsicht erfolgreich selbst belügen.

Langsam stelle ich mir die Frage, wie es nach dem Experiment weitergeht. Bisher fand ich es zum allergrößten Teil nicht schwierig – wohl aber auch, weil ein Ende absehbar ist. Die Ernährung zuhause ist gar kein Problem, sondern im Gegenteil noch vielfältiger als vorher. Unterwegs schlage ich mich mehr oder weniger gut durch, aber an Eiscreme gehe ich immer noch frustriert vom Verzicht ungetaner Dinge vorbei.
Dennoch: Ich werde so gut es geht dabei bleiben. Das heißt erstmal, weiterhin nichts unveganes zu kaufen. Wenn ich unterwegs oder bei Freunden eingeladen bin, gilt dann: avap – as vegan as possible. Ich bin einfach (immer noch) nicht bereit, auf Kosten der veganen Ernährung bei auswärtigem Essen – sofern nichts vorhanden ist – zu hungern oder auf Fast Food zurückzugreifen.
Das ist der Weg, mit dem ich jetzt leben kann – schauen wir, wohin er noch führt, vegetarisch bleibt er aber in jedem Fall.

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2 Gedanken zu “Veganexperiment: Noch wenige Tage…

  1. Ich finde das eine super Einstellung!
    Bisher hatte ich unterwegs immer genügend Alternativen, das es ganz gut ging, ohne zu Hungern.
    Aber wenn dem nicht so wäre, würde ich es glaub auch so handhaben, wie du…
    Ich freu mich, das aus deinem Experiment mehr wird 😉

    Grüßle, Jessi

  2. Hallo Sara,

    ich lebe seit diesem Sommer vegan und kann mich nicht beschweren, ganz im Gegenteil.
    Wie du schon selbst festgestellt hast ist es vielfältiger als vorher, so gesund und ausgewogen habe ich mich vorher noch nie ernährt.

    Ich finde es gehört allerdings wesentlich mehr als nur das Thema Tierleid dazu.
    Es sind Themen wie Hungersnöte, Hungertod, Menschenrechte Gifte, Antibiotika, Umweltzerstörung, usw.
    Gerade bei der veganen Ernährung fließen sehr viele Themen zusammen und genauso so viel Einfluss hat auch diese Art der Ernährung auf die gesamte Umwelt und die eigene Gesundheit.
    Ich fühle mich wesentlich besser mit dieser Ernährungsform.
    Meine Gesundheit kann ich deutlich besser fördern, ich kann aktiver als vorher einen Beitrag für Umwelt und Tierschutz leisten.

    Sara, bleibe einfach dran, es lohnt sich!
    Ach, und das Eis schmeckt ohnehin tausend mal besser wenn es aus echten Früchten selbst zu bereitet wird, total lecker 😉

    LG Silvio

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