Brunch im Café Nest

Der beste Grund, aufzustehen, ist Frühstück. Ein noch besserer Grund ist ein Brunch – sofern er denn wirklich gut ist. Berlin bietet da einiges, das über Aufbackbrötchen und klumpiges Rührei hinaus geht.
Dennoch spielt nicht nur das Essen, sondern auch die Atmosphäre eine große Rolle beim Brunchen.
Nach langem Recherchieren entschied ich mich am Sonntag für das Café Nest in der Nähe des Görlitzer Parks.

Neben verschiedenen fertigen Frühstücksvariationen von Obstsalat (3,80 Euro) bis hin zu veganem Frühstück mit geräuchertem Tofu, Aufstrich, Marmelade und Co (6,60 Euro) gibt es sonntags einen legendären Brunch. So legendär, dass eine Reservierung zu empfehlen ist.

Der Brunch beginnt um 10 Uhr und als wir um 10.30 Uhr ankommen, ist der Raum noch relativ leer. Kreuzberg eben, da dauert die Nacht etwas länger und dementsprechend wird es auch erst gegen 12 Uhr richtig voll. Trotzdem: alle Tische sind reserviert.
Das Café ist von außen recht unscheinbar und wirkt klein. Der Eindruck täuscht: Es geht weit nach hinten hinaus und besteht aus drei ineinander übergehenden Räumen. Dadurch ist es sehr gemütlich. Unter Lampignons auf alten Stühlen sitzend, brunchen wir geschlagene drei Stunden lang. Das ist nicht gerade günstig, lohnt sich aber: Für 11,80 Euro (ohne Getränke) bekommt man eine sehr gute und Auswahl. Es gibt verschiedene Brötchen, Brot, Baguette, Müsli, getrocknete Früchte, frischen Obstsalat, Eier, Pfannkuchen, Apfelkuchen, Vanillepudding, eine tolle Käseauswahl und (juchhe) endlich mal gute Marmelade! Statt klassischer (billiger) Erdbeermarmelade gibts köstliche Pflaumenmarmelade und Aprikosen-Mandelmarmelade.

Auch für die herzhafte Seite ist bestens gesorgt. Salate und Antipasti türmen sich auf einem Tisch. Darunter spannende Kreationen wie frittierter Frischkäse und bunter Bohnen-Linsensalat, Spinat mit Zitronennote und getrocknete Tomaten auf Mozzarella.
Das Büffet wird immer wieder frisch befüllt – später zu kommen, wird also nicht damit bestraft, dass man nur noch die Reste abgrasen kann. Alles ist so liebevoll angerichtet, dass es wir für ein Fotoshooting dekoriert wirkt. Die Bedienung ist freundlich und auch als der Andrang größer wird, noch schnell und aufmerksam. Als mir die Gabel von der Käseplatte herunterfällt, legt die Kellnerin sofort eine saubere Gabel hin. Hach!
Als wir gehen, fällt mein Blick noch in die Kuchenauslage. Dafür wiederzukommen, lohnt sich sicher. Nach dem Brunch allerdings bin ich den Rest des Tages so satt und zufrieden, dass nichts mehr geht – nicht einmal Schokolade.

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