Exotisches Müsli

Manchmal werde ich einfach schwach, wenn ich im Winter nach monatelangem morgendlichem Müsli mit Äpfeln und Birnen im Supermarkt reduzierte exotische Früchte sehe. Leider ist das weder saisonales noch regionales Einkaufen, aber immerhin müssen die Sachen verkauft werden, bevor sie schimmeln, oder? (Das „oder“ ist nicht rhetorisch gemeint; ich weiß wirklich nicht genau, ob es deswegen reduziert ist, damit es wegkommt – für Antworten wäre ich deswegen dankbar!)

Kiwis und eine Mango durften also ausnahmsweise mal mit und wurden in diesem tollen (veganen) Müsli verwendet:

  • 1 Kiwi
  • ein kleines Stückchen Mango (in etwa soviel, wie die Kiwi groß ist)
  • 1/2 Birne (Abate Fetel)
  • 200 ml Sojamilch mit Vanille
  • 2 EL gemischte Flocken
  • 1 EL feine Haferflocken
  • 1 EL Leinsamen
  • 3 Walnusshälften, zerbröselt
  • 1 EL weißes Mandelmus

Die Flocken, Haferflocken und den Leinsamen zusammen mit der Sojamilch zu einem Brei aufkochen. Währenddessen das Obst kleinschneiden. Den Brei mit dem Mandelmus süßen, mit dem Obst und den Walnüssen vermischen.
Da das Müsli vegan ist, kann das Eisen der Haferflocken besonders gut aufgenommen werden und die Aufnahme wird durch das Vitamin C in der Kiwi zusätzlich unterstützt. Milch oder Milchprodukte hemmen nämlich durch das darin enthaltene Kalzium die Eisenaufnahme.

Über die Art des Mandelmus habe ich mit einem Freund schon stundenlang diskutiert: Er bevorzugt das weiße (ohne Schale), ich mag das braune lieber, da es etwas weniger süß, dafür aber intensiver schmeckt. Einfach Wahnsinn – und nicht nur im Müsli – ist die Mandel-Tonka-Creme von Rapunzel. Die schmeckt auch pur oder aufs Brot, ist aber nicht vegan (enthält Milchpulver).

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5 Gedanken zu “Exotisches Müsli

  1. Anonymous

    Hallo klingt ja lecker. Exotische Früchte die Du kaufst importierst Du auch. Du bezahlst die Arbeiter schlecht. Regenwald muss dran glauben. Dies passiert genau dann, wenn die Frucht über die Scannerkasse gezogen wird. Dann geht die Verantwortung auf Dich über.

  2. Anonymous

    Andererseits musst du auch bedenken, dass wenn ein Produkt regional ist, dieses nicht gleichzeitig ökologischer ist. Im Frühjahr beispielsweise ist es sinnvoller den Apfel aus Neuseeland hierher schippern zu lassen, als ihn Tage lang im Alten Land im Kühlhaus unter Schutzatmosphäre zu lagern. Es gibt noch etliche weitere Argumente, die gegen eine konsequente regionale Ernährung sprechen. Mehr kannst du beispielsweise bei demmler & Burdick (2005) nachlesen.

  3. Hallo Anonym, danke für deine Hinweise. Da werde ich weiter recherchieren. Generell nichts aus anderen Ländern zu kaufen, kann ja auch nicht die Lösung sein. Sofern die Produkte unter fairen Bedingungen hergestellt werden und natürlich auch den ökologischen Aspekt berücksichtigen, kann das sicher unter Umständen besser sein als regionale Produkte. Als Beispiel dafür gelten etwa die Produkte von GEPA.

  4. Anonymous

    Hallo,

    besser als regionale Produkte mit kurzen Wegen ist grundsätzlich einmal nichts. Aber einen Annanas Boykott halte ich schon für sinnvoll. Nur generell kann man bei uns ohne schlechtes Gewissen fast alles kaufen, wenn die Quellen stimmen. Besonders lecker sind z.B. Frühkartoffeln aus Nordafrika. Auserdem wenns schmeckt ;-)!

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