Foodsharing

Es ist einfach Wahnsinn, welche Mengen an – noch genießbaren –  Lebensmitteln in den Müll wandern:
„Laut einer UN-Studie (2011) werden in der Europäischen Union pro Kopf etwa 300 Kilogramm Lebensmittel im Jahr einfach vermüllt, wobei rund 100 Kilogramm im Haushalt vergeudet werden und der Rest bei der Erzeugung und im Handel. In den industrialisierten Ländern verschwenden wir jedes Jahr fast 50 Prozent der Weizenernte und 46 Prozent des angebauten Obsts und Gemüses, so die Studie weiter.“ (Quelle: Slow Food). 

Was jeder einzelne dagegen tun kann, dazu habe in meinem Post Teller statt Tonne bereits geschrieben. Nun stieß ich auf eine kreative weitere Idee: Foodsharing! Die Grundidee von Foodsharing: Menschen teilen Essen. Das soll nicht nur die Verschwendung von Lebensmitteln entgegenwirken, sondern auch Menschen zusammenbringen.

Die Internet-Plattform gibt Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über Foodsharing kann man sich auch zum gemeinsamen Kochen verabreden und so überschüssige Lebensmittel mit anderen teilen, statt sie wegzuwerfen. Hier wird beschrieben, wie das funktioniert:

Ich finde: Eine gute Idee! Trotzdem liegen natürlich ein paar Fragen liegen nahe:
Wer es nicht schafft, einigermaßen geplant und gut kalkuliert einzukaufen, nimmt wahrscheinlich auch nicht die Mühe auf sich, die Lebensmittel auf der Plattform einzustellen und auf Abholer zu warten. Selbst ich würde auch eher meinen Mitbewohner fragen, bei den Nachbarn klingeln oder Reste mit ins Büro nehmen, wenn ich Essen über habe.
Und andersherum: Wer fährt für ein paar Lebensmittel, die kurz vorm Ablaufdatum sind und sehr wahrscheinlich auch nicht die, die man gerade braucht, durch die halbe Stadt statt einfach bis zum nächsten Supermarkt? Und das auch noch für so kleine Mengen wie zum Beispiel 4 Liter Fanta Zero oder 2 Biozitronen oder 5 Äpfel oder 100 Gramm Schinken, wie sie auf der Plattform angeboten werden?
Sollte das Ganze jedoch größer und bekannter werden, hat es durchaus Potenzial. Dann ist der Weg womöglich nicht weit bis zum nächsten Anbieter – und ein paar Häuser weiter warten vielleicht nicht nur Käsereste, sondern eine nette WG, die zum Kochabend einladen.
Warten wir ab!

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2 Gedanken zu “Foodsharing

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