Münster: Zu Besuch in der alten Heimat

Vor etwas über einem Jahr habe ich von meinem Abschied aus Münster berichtet. Obwohl ich mit Hamburg eine neue Heimat gefunden habe, so war es doch schön, zu Besuch zu sein, zumal sich die Stadt in ihrem besten Licht  präsentierte: goldener Herbst statt wie gewöhnlich Dauerregen. Da konnte ich endlich mal wieder „meine“ Laufrunde um die Promenade und den Aasee drehen. Danach gab es ein opulentes Frühstück mit frischen Brötchen von der Biobäckerei cibaria. Die Bäckerei backt ausschließlich mit Rohstoffen, die nach ökologischen Richtlinien hergestellt wurden oder aus artgerechter Tierhaltung stammen. Es werden weder Gelatine noch chemische Gärstabilisatoren, Enzyme, gentechnisch hergestellte und veränderte Produkte oder Farb- oder Aromastoffe verwendet.
Dinkel, Weizen und Roggen stammen aus kontrolliert-biologischem Anbau von Bauernhöfen aus dem Münsterland. cibaria wurde – völlig zu Recht –  bereits vier Mal vom Magazin Feinschmecker als „Bester Bäcker“ ausgezeichnet und zählt zu den 500 besten Bäckereien Deutschlands. Die Bäckerei führt alle Produkte mit Inhaltsstoffen auf der Webseite auf und gibt an, ob sie milchfrei, eifrei oder weizenfrei sind.

Nach dem Frühstück konnte ich es mir nicht entgehen lassen, dem Laden Grüne Wiese einen Besuch abzustatten. Dort gibt es öko-faire Kleidung. Die Grüne Wiese hat sehr viel Auswahl und ist alles andere als das, was man sich wohl landläufig unter einem Ökoladen vorstellt (hier kann man sich einen Eindruck vom Laden machen). Meine Beute ist dieser dunkelblaue Kastenpulli von armedangels.
Es ist möglich, auch online zu shoppen; das komplette Angebot gibt es aber nur im Laden!

Nach einem Spaziergang durch die Stadt landeten wir im Gasolin, einer alten Tankstelle, die zu einem studentischen Café umgebaut wurde und durch günstige Preise und einer netten Terrasse viel Publikum anzieht. Sitzen kann man dort super, aber die Getränke sind eher mittelmäßig und auch die Auswahl an Essen überzeugt nicht. Mein Chai Latte bestand eigentlich nur aus Schaum. Beim nächsten Mal also besser wieder in die Röstbar gehen und dort Kaffee trinken!

Zum Abendessen gingen wir ins Prütt. Dort sind alle Gerichte vegetarisch und vollwertig. Gekocht wird frisch und in Handarbeit, aber nur teilweise mit  biologischen Produkten. Auf Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe wird verzichtet. Vegane Speisen sind nicht vorhanden, aber einige Gerichte können zu veganen oder lactosefreien Gerichten umgebaut werden. Für Kinder gibt es spezielle Angebote.

Die Auswahl fällt immer schwer, da eigentlich alles gut klingt und auch die Gerichte, die ich schon kenne, definitiv eine Wiederholungstat wert sind. Aber öfter mal was Neues ist auch gut und so wurde es das Wochenendgericht: ein Buchweizencrêpe, gefüllt mit Lauch und Ziegenkäse und dazu ein französischer Salat. Beides einfach super!
Auch wenn die Bedienungen nicht immer ganz so auf Zack sind, wie man es sich wünschen würde, sind die Gerichte einen Besuch wert. So sollte man sich die Vollkornpizzen nicht entgehen lassen, die Falafel probieren und natürlich ein Pinkus  – Bier aus ökologischem Anbau und eine Spezialität aus Münster – dazu trinken.
Advertisements

Ein Gedanke zu “Münster: Zu Besuch in der alten Heimat

  1. Pingback: Bun bites Beef – In Bewegung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s