Ritter Sport: Die Social-Media-Schokolade

„Die Welt besteht nicht nur aus Schokolade.“ Schade eigentlich. 

Eigentlich blogge ich in meinen Schokoladentests ja nur über Schokolade, die bio und fairtade ist. Für Ritter Sport mache ich aber eine Ausnahme, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Die Firma hat Biosorten im Angebot.
  • Sie setzt sich für verschiedene ökologische Projekte ein.
  • Und sie ist DIE Social-Media-Schokolade, was bei mir als Bloggerin natürlich auf Begeisterung stößt.

Aber der Reihe nach:
Schon 1912 hatte Clara Ritter die geniale Idee, eine Schokolade zu entwickeln, die trotz des Gewichts einer normalen Langtafel in jede Sportjacketttasche passen sollte. Damit änderte sich die Idee einer Schokolade in Tafelform nicht, aber die quadratische Form ist bis heute das Markenzeichen von Ritter Sport. Und sie lässt sich mit einem einfachen Knick öffnen. Sie ist auch nicht – wie viele andere Schokoladen – doppelt in Aluminium und Plastik / Papier verpackt. Und umweltfreundlich ist das auch: Statt der 4,5 Gramm Hülle einer herkömmlichen Tafel wiegt die Verpackung nur 1,4 Gramm – das spart Jahr für Jahr ca. 1000 Tonnen Verpackung allein bei den 100 g Quadraten ein und entspricht in etwa 50 vollen LKW-Ladungen umweltbelastender Materialien.

Was mich wirklich begeistert, ist der Blog von Ritter Sport. Er ist unterhaltsam, vielseitig und ein echter Dialog mit den Fans. So kann man dort über neue Slogans abstimmen und erfährt viele Sachen über Ritter Sport hinter den Kulissen. So sollte ein guter Blog sein!
Ein Beispiel: Foodwatch startet diese Woche eine Kampagne zur besseren Kennzeichnung von tierischen Bestandteilen in Lebensmitteln. Auch Ritter Sport wurde kritisiert:
„Wollen Veganer auch Spuren tierischer Zutaten vermeiden, stoßen sie auf das Problem so genannter Kreuzkontaminationen: Wird in einem Schokoladenwerk Milchbestandteile auf einer Maschine verarbeitet, können Spuren davon auch in die Produkte gelangen, deren Rezeptur eigentlich vegan ist. Ritter Sport hat solche Verunreinigungen bei den (milchlosen) Sorten Halbbitter und Marzipan selbst gemessen und stellt die Milchzuckeranteile mit 0,3 bzw. 0,4 Gramm pro Tafel sogar auf der eigenen Website dar. Nur: Die eigenen Erkenntnisse halten Ritter Sport nicht davon ab, im Firmenblog den „lieben Freunden veganer Schokolade“ genau diese Sorten zu empfehlen – und zwar mit den Worten: „Diese enthalten keine Milchbestandteile“ (siehe Screenshot). Das ist nicht nur irreführend, sondern schlicht falsch, wie Ritter Sport an anderer Stelle selbst angibt.“ Kurz darauf hat Ritter Sport seinen Blogeintrag rückwirkend überschrieben und behauptet dort nicht mehr, dass die empfohlenen Sorten „keine Milchbestandteile“ enthielten – sondern gibt an, dass sie tatsächlich Milchbestandteile enthalten können.

Auch auf Facebook gibt es Ritter Sport – oft mit sehr kreativen Gewinnspielideen oder Umfragen zu neuen Produkten oder Slogans. Es lohnt sich, dort „gefällt mir“ zu klicken, da man von einfacher Werbung verschont bleibt und wirklich einen Mehrwert bekommt. Auf Twitter treibt sich die Firma ebenfalls herum. Follow the Chocolate!

Nun aber endlich zum eigentlichen Schokoladentest:

Siegel: Die Sorten sind weder bio noch fairtrade, aber es gibt spezielle Sondersorten, die das Biosiegel trgaen: Macadamia, Trauben Cashew, Mandelsplitter, Vollmilch 35% und neu Kakaosplitter Nuss. Der Kakao zu diesen Sorten stammt aus einer Entwicklungspartnerschaft zwischen dem Familienunternehmen Ritter Sport, dem Deutschen Entwicklungsdienst und der nicaraguanischen Organisation ADDAC und sichert – so Ritter Sport – durch eine Abnahmevereinbarung und faire Preise den Kakao-Bauern und ihren Familien eine gute Lebensgrundlage. Aus welchen Gründen es dennoch kein Fairtrade-Siegel gibt, kann ich nicht beurteilen.

Sortenvielfalt: Bei Ritter Sport ist wirklich für jeden etwas dabei. 23 Sorten plus viele Sondereditionen zu verschiedenen Anlässen und Jahreszeiten.
Im Blog von Ritter Sport geht die Firma übrigens sehr witzig und selbstironisch mit den Fakes im Web ihrer Sorten um. Da gibt es dann auch mal die Sorten Döner Kebap oder Mettigel.

Geschmack: Meine Favorites sind Mousse au Chocolat, Joghurt, Voll Nuss, Ganze Mandel und die Sommersorte Amarena Kirsch. Bis auf Traube Nuss (die ich aber generell von keiner Marke mag) sind aber alle Sorten lecker! 

Preis: Die normalen Sorten haben 100 Gramm und kosten rund 90 Cent, die Biosorten sind etwas kleiner (65 Gramm) und kosten das gleiche. Außerdem gibt es noch die legendären Minitafeln und für Unersättliche die 250-Gramm-Tafeln.

Wer sich kreativ austoben möchte, kann ja auch mal eines der Rezepte mit Ritter Sport versuchen…ich würde mich auch ganz selbstlos als Testesserin zur Verfügung stellen 😀


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