Teller statt Tonne

Rund die Hälfte aller Lebensmittel landet auf dem Müll statt auf dem Teller. Das ist nicht nur ein wirtschaftliches und ökologisches Problem. Der größte Irrsinn dieser Wegwerfgesellschaft ist die ungleiche Verteilung der Nahrung. Allein von dem Essen, das in Europa weggeworfen wird, könnten theoretisch alle Hungernden der Erde satt werden! Derzeit leiden jedoch etwa 925 Millionen Menschen auf der Erde unter Hunger. Jeder siebte Mensch hat demnach nicht genügend zu Essen, um ein gesundes Leben zu führen.
Morgen kommt zum Thema Lebensmittelverschwendung der Dokumentarfilm „Taste the Waste“ in die Kinos. Der Regisseur Valentin Thurn schrieb zusammen mit Stefan Kreutzberger bereits das Buch zum Film: In „Die Essensvernichter“ werden Ausmaß und Gründe für unseren Lebensmittelmüll erläutert. Der Film jedoch hat das Thema Lebensmittelverschwendung nun endlich in die Medien gebracht und zeigt vor allem, wie absurd Regelungen wie das Mindesthaltbarkeitsdatum und Normen für bestimmte Nahrunsgmittel sind. Die meisten Produkte werden schon eine Woche VOR Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums aus den Regalen entfernt – weil der Käufer es so will. Dabei sind die Nahrungsmittel noch lange darüber hinaus ohne Einschränkungen essbar.
Auch wenn ohne Zweifel politisches Handeln notwendig ist, kann jeder Einzelne gerade bei diesem Thema sehr viel zu einem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln beitragen.
Geplant einkaufen: Was brauche ich wirklich, was kann ich eventuell noch aus Resten kochen? Super sind dabei Aufläufe jeder Art – in Kürze werde ich einige Rezepte dazu posten. Wenn wirklich mal zuviel gekauft wurde, kann man auch Essen verschenken, Freunde zum Essen einladen, größere Portionen kochen und einfrieren oder beispielsweise große Mengen Obst schlicht als Marmelade oder Mus konservieren.
Beim Kauf nicht aus der letzten Ecke den Joghurt holen, der noch vier Wochen haltbar ist, sondern den von vorne nehmen. Auch unperfektes Obst und Gemüse kaufen und auch mal die reduzierten Reste in den Einkaufswagen packen. Nur wenn die Supermärkte auch diese Produkte verkaufen können, werden sie sie anbieten.
Viele Städte bieten auch die Lieferung sogenannter Ökokisten an. Einmal die Woche bekommt man Obst und Gemüse der Saison nach Hause geliefert. Immer das, was gerade wächst.
Weitere Ideen dazu können gern in den Kommentaren gepostet werden!

Weitere Informationen zum Thema:
Themenwoche ARD
Frisch auf den Müll – die ARD-Dokumentation vor dem Kinofilm
Lesenswerte und informative Blogs zum Thema:
speiseraeume.de
Greenpeaceblog

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