Giftige Mode

Noch vor wenigen Wochen habe ich über nachhaltige Kleidung geschrieben und mir vorgenommen, weniger bei H&M und Co. einzukaufen. Gestern lieferte mir H&M dann selbst neue Argumente: Hunderte Arbeiter eines Zulieferers aus Kambodscha sind wegen Hitze, Platzmangel und schlechter Luft zusammengebrochen – und das nicht zum ersten Mal. Das klingt fern und betrifft uns nicht? War ja nur ein Zulieferbetrieb? Weit gefehlt:
8. August 2011: H&M klagt gegen Betriebsräte. In Berlin!.
29. März 2011: H&M hört Telefonanlagen ab.
8. Januar 2010: H&M zerschneidet Winterkleidung und lässt Obdachlose frieren. Sozial ist anders!

Dabei ist das Problem der unwürdigen Arbeitsbedingungen und umweltschädlichen Modeproduktion längst nicht auf H&M beschränkt: Eine Untersuchung von Greenpeace hat erst kürzlich beunruhigende Ergebnisse über Kleidungsstücke aus Fernost hervorgebracht. So befinden sich in 52 von 78 getesteten Textilien aus Geschäften rund um die Welt Rückstände der giftigen Chemikaliengruppe Nonylphenolhoxylate (NPE). Dieses Gift belastet Trinkwasser und wird dadurch zu einem riesigen Umwelt- und Gesundheitsproblem. Verantwortlich sind neben H&M unter anderem auch Firmen wie Adidas, Converse, Calvin Klein oder Ralph Lauren. Der hohe Anteil an Markenfirmen macht deutlich, dass teuer nicht gleich besser ist.

Zum Thema Grüne Mode hat Kirsten Brodde das Buch „Saubere Sachen: Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt“ geschrieben. In ihrem Blog gibt es zusätzliche Informationen und hilfreiche Links.

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